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Friseur und Kosmetiker unter Top 10 im Handwerk

Cottbus/Dresden. Friseur und Kosmetiker, diese beiden Berufe halten sich stabil in der Rangliste der zehn beliebtesten Handwerksberufe in Südbrandenburg und Ostsachsen, allerdings deutlich hinter dem Ranglistenersten. das ist der Kfz-Techniker. moe

Das haben die Handwerkskammern Cottbus und Dresden ermittelt. In beiden Kammerbezirken führen die Kraftfahrzeugtechniker die Rangliste der zehn beliebtesten Handwerksberufe an. In Südbrandenburg sind 782 Kfz-Technik-Betriebe registriert, in Ostsachsen 1606, darunter 293 im Landkreis Görlitz und 376 im Landkreis Bautzen.

Ab Platz zwei zeigen sich deutliche Unterschiede: Im Kammerbezirk Cottbus steht der Beruf des Elektrotechnikers auf Platz zwei (715 Betriebe). Auf Rang drei haben es die Fliesen-, Platten- und Mosaikleger (651) geschafft, gefolgt von Mauerer und Betonbauer. Der Friseurberuf (638 Betriebe) erreicht Platz 5, der Kosmetiker (517) Platz 8 und Raumausstatter (385) Platz 9. Platz 10 haben die Maler und Lackierer (384) inne.

Im Handwerkskammerbezirk Dresden ist Friseur der zweitbeliebteste Handwerksberuf. 1553 Friseurbetriebe sind zum Stichtag 30. Juni 2017 registriert, 274 davon im Landkreis Görlitz und 290 im Landkreis Bautzen. Auf Rang drei folgen Maurer und Betonbauer mit 1307 Betrieben im Kammerbezirk, darunter 277 im Kreis Görlitz und 294 im Kreis Bautzen. Auf den Plätzen folgen Installateur und Heizungsbauer, Maler und Lackierer, Tischler, Metallbauer, Dachdecker und Bäcker. Im Bäckerhandwerk sind 450 Betriebe registriert, darunter 89 im Landkreis Görlitz und 121 im Landkreis Bautzen. Der Handwerkskammerbezirk Dresden umfasst die Landkreise Meißen, Bautzen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz und die Landeshauptstadt Dresden.

Berufe wie Kfz-Techniker, Friseure, Maler und Lackierer und Bäcker gehören zu den zulassungspflichtigen Handwerksberufen. Das heißt, es sind Handwerke, die zur selbstständigen Ausübung eine Qualifikation, zum Beispiel den Meisterbrief im entsprechenden Handwerk, voraussetzen.

Raumausstatter ist ein zulassungsfreies Handwerk, das seit Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2004 keine Qualifikation mehr erfordert und somit von jedermann betrieben werden kann. Der Kosmetiker, zu DDR-Zeiten meisterpflichtig, zählt seit 1990 zu den handwerksähnlichen Gewerben. Handwerksähnlich sind Gewerbe, die zwar keine Handwerke darstellen, aber wegen ihrer Nähe zum Handwerk diesem zugeordnet werden. Sie können ohne Qualifikationsnachweis ausgeübt werden.