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Friedrich Wilhelm Schneider

Vor 190 Jahren, am 5. März 1817, wurde in Forst Friedrich Wilhelm Schneider als Sohn des gleichnamigen Maurermeisters geboren. Nur wenige Jahre nach seiner Geburt zogen die Eltern nach Cottbus, wo sich der Vater als Bau- und Maurermeister selbstständig machte. D. L.

Der Sohn besuchte in Cottbus die Schule und erlernte ebenfalls das Maurerhandwerk und wurde Meister seines Faches. 1841 erwarb er das Bürgerrecht der Stadt Cottbus und ließ sich als Bau- und Maurermeister auf dem Grundstück Berliner Chausseestraße 5, der späteren Berliner Straße 13/14 nieder. (Vermutlich hatte der 1833 verstorbene Vater schon auf diesem Grundstück seinen Firmensitz.) Er betrieb eine Kalkbrennerei, die er noch um 1857 erweiterte, und besaß eine Ziegelei in Klein Gaglow. Friedrich Wilhelm Schneider gehört, neben Ratsmaurermeister Karl Gottlob Kaempf, August Ferdinand Mund, Friedrich Wilhelm Kahle und Carl Leberecht Schade, zu den herausragenden Baumeistern aus der Mitte und der frühen zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in unserer Stadt. Zu seinen bekanntesten Bauten, deren Bauausführung er übernommen hatte, gehörten die Gebäude des Packhofes der Pferdeeisenbahn in der Berliner Straße 129 im Jahre 1853, das Pfarrhaus Klosterplatz 1 um 1854, das 1865 - 67 errichtete Gymnasium (Puschkinpromenade 6), dessen Statik und Baumaterialmengen er berechnete, die erste Augustaschule 1874/75 (Karl-Liebknecht-Straße 136). Nicht mehr vorhanden sind die Gebäude des ehemaligen Garnisonslazaretts in der Berliner Straße 107/108 und zwei anschließende Wohnhäuser, die ebenfalls von Friedrich Wilhelm Schneider erbaut worden waren. Leider ist über diesen Baumeister, der viele Aufträge mit seinen Berufskollegen zusammen ausführte, bisher nur wenig bekannt.
Friedrich Wilhelm Schneider verstarb am 14. Juni 1899 in Cottbus.