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Friedrich Schindler

Friedrich Schind ler
Friedrich Schind ler FOTO: Repro: Museum
Cottbus.. 250 Jahre sind vergangen, seit der Sohn eines Werbener Pfarrers am 8. Juni 1758 das Licht der Welt erblickte. Johann Siegmund Friedrich Schindler hatte das Buchbinderhandwerk in Vetschau erlernt und danach vom Jahr 1772 bis zum Jahr 1779 das Gymnasium in Cottbus besucht. Repro: Museum

Es folgte ein Theologiestudium in Halle, danach war er sechs Jahre als Hauslehrer in Illmersdorf tätig.
In den Jahren 1787 bis 1796 lehrte er am Cottbuser Gymnasium Sprachen und Religion, gleichzeitig war er Vertreter seines Vaters in Werben. Vom Jahr 1796 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1839 war Schindler als Oberpfarrer in Peitz tätig.
Schindler hat im Jahr 1791 eine Reihe religiöser Bücher, Lieder und Kirchenlieder herausgegeben. Im Jahr 1793 hat er das sehr verbreitete Buch „Te knigli za serbske luze“ (Wendisches Not- und Hilfsbüchlein) herausgegeben. Während der anti napoleoni schen Befreiungskriege ließ er in Cottbus im Jahr 1813 ein „Kleines deutsch-wendisch-russisch-polnisches Wörterbuch“ drucken. Schindler zeichnete hauptverantwortlich für die Herausgabe der Bibel in den Jahren 1821 und 1824 in niedersorbischer Sprache. Im Jahr 1829 ist sein mehrteiliges Predigtenbuch erschienen. Weitere Buchprojekte scheiterten am Widerstand antisorbisch eingestellter preußischer Politiker.
Zeit seines Lebens kämpfte Schindler gegen die Germanisierungsbestrebungen amtlicher Instanzen. Er protestierte nachdrücklich gegen Pläne, die wendische Sprache aus Kirche und Schule zu verdrängen. Schindler wurde wegen seiner Kritik an antisorbischen Maßnahmen beschuldigt, dass die Schulen des Peitzer Kreises die schlechtesten des ganzen Kreises seien. Sein Ansehen unter wendischen und deutschen Einwohnern verhinderte seine Entfernung aus dem Pfarrerstand, den er in Peitz noch als 81-Jähriger ausübte. Schindler starb am 19. August 1841 in der Festungsstadt. (wm/hhk)