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| 17:39 Uhr

Jazz
Freudiger Aufbruchmit Weggefährten

Das Friedhelm Schönfeld Quartett hat im Obenkino gespielt und auf die Jazzwerkstatt Peitz Nr. 55 hingewiesen.
Das Friedhelm Schönfeld Quartett hat im Obenkino gespielt und auf die Jazzwerkstatt Peitz Nr. 55 hingewiesen. FOTO: LR / Ingrid Hoberg
Cottbus. Friedhelm Schönfeld spielt mit seinem Quartett. Von Ingrid Hoberg

„Freudiger Aufbruch“, so nennt Friedhelm Schönfeld die Komposition, die am Montagabend im Obenkino des Glad-Houses das Konzert mit seinem Quartett eröffnet. „Seit Jahrzehnten habe ich hier im Hause immer wieder mit verschiedenen Bands gespielt“, erzählt er. Wenn ein Geburtstag mit einer Null ansteht, dann bekomme man manchmal  solch ein Geschenk. Kurz vor seinem 80., den er am Sonntag begeht, ist er in der Konzertreihe „Old Fellows“ der Jazzwerkstatt unterwegs. Und so ist diese Koproduktion von Glad-House und Jazzwerkstatt. gleichzeitig ein Opener für das Festival Peitz Nr. 55 in rund vier Wochen.

Alte Weggefährten sind auch die drei Musiker, die diesen Abend mit Schönfeld bestreiten: Rolf von Nordenskjöld (Saxofone, Flöte), Ernst Bier (Schlagzeug) und Gerhard Kubach (Bass). Bei der Wiederaufnahme des Peitzer Festivals mit der 48. Jazzwerkstatt hatte das Quartett im Mai 2011 seine Premiere in größerem Rahmen.

Nun also die Frage „Wohin des Wegs?“, die Schönfeld mit den nächsten Kompositionen stellt und mit der Feststellung beantwortet: „Der Blues lebt! Musik muss schwingen - swingen.“ Über den Cool Jazz hat er seinen musikalischen Ausdruck gefunden und dem Jazz in der DDR den Weg bereitet. Mit „Versuchs doch mal“ stellt er seine erste Komposition vor, die er 1958 veröffentlichte.

Zwischendurch gibt es fürs Publikum immer mal wieder kurze Hinweise zu den Instrumenten, mit denen er und Rolf von Nordenskjöld spielen. Schlagzeuger und Bassist haben diese Wahl nicht. Es kommt die beeindruckende Kontrabass-Klarinette zum Einsatz, im Zusammenspiel mit der Alt-Klarinette, diesmal nicht als Holzblasinstrument, sondern aus Metall. Da schimmert der Professor für Saxofon und Bigband durch. Von 2001 bis 2006 hat Schönfeld an der Dresdner Musikhochschule gelehrt.

Und wenn es immer wieder swingt, wenn Schönfeld den Einsatz gibt, so bleibt für die freie Spielweise Raum. Wer an diesem Abend davon nicht genug bekommen hat, kann die Old Fellows am Samstag, 19. Mai, ab 20 Uhr im Maschinenhaus der Kulturbrauerei Berlin hören. Dieses Konzert wird vom rbb aufgezeichnet, wie Ernst Bier sagt.

Weitere Informationen über das Festival in Peitz vom 8. bis 10. Juni gibt es unter: