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Sturm „Friederike“
„Friederike“ sorgt für Stromausfälle und Baumstürze

Der Sturm hat unter anderem in der Stadtpromenadedie Baustellenabsperrung an der Stadtmauer umstürzen lassen.
Der Sturm hat unter anderem in der Stadtpromenadedie Baustellenabsperrung an der Stadtmauer umstürzen lassen. FOTO: Michael Helbig
Cottbus. Schulen und Horte schicken am Donnerstag die Kinder zeitiger nach Hause. Auch der Tierpark hat früher geschlossen.

Sturmtief „Friederike“ hat am Donnerstag auch in Cottbus für Wirbel gesorgt. Erste Auswirkungen zeigten sich bereits am Nachmittag. Für circa elf Minuten kam es zu einer Störung im Cottbuser Stromnetz, von dem Sandow, das Gewerbegebiet Dissenchen und Teile der Innenstadt betroffen waren. Den Stadtwerken zufolge war die Ursache eine Störung im vorgelagerten Netz.

Bei der Feuerwehr klingelten ab etwa 15.45 Uhr andauernd die Telefone. Insgesamt rund 1700 Anrufe gingen bei der Leitstelle Lausitz bis Donnerstagabend 21 Uhr ein. In Cottbus war es laut Leitstelle eher ruhig. Rund 30 sturmbedingte Einsätze sind im Stadtgebiet angefallen. In Cottbus habe es sich vor allem um Schäden gehandelt, die durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste entstanden seien. Heftiger traf es hingegen die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster: Im OSL-Kreis wurde die Feuerwehr zwischen 16 und 21 Uhr zu rund 140 Einsätzen gerufen, in Elbe-Elster waren es 240.

Auch Schüler waren betroffen. Nach Auskunft des Cottbuser Schulamtes wurden die Schulen im Landkreis Elbe-Elster und im Landkreis Oberspreewald-Lausitz darauf hingewiesen, sicherzustellen, dass ihre Schüler rechtzeitig vor der Ankunft schwerer Sturmböen zu Hause sind. Für Cottbus hatte das Schulamt eine solche Empfehlung nicht ausgesprochen, da die Unwetterwarnstufe, im Vergleich zu anderen Teilen Südbrandenburgs, für die Unterrichtszeit nicht entsprechend hoch gewesen sei. Generell stehe es, gemäß einer Verwaltungsvorschrift, den Schulleitern immer frei, selbstständig zu entscheiden, ob sie den Unterricht wegen eines Sturms eher beenden. Es müsse gewährleistet sein, dass die Schüler rechtzeitig zu Hause in Sicherheit ankommen. Zahlreiche Schulen und Horte in Cottbus und Spree-Neiße hatten am Donnerstag Unterricht und Betreuungszeit verkürzt. So machten einige Cottbuser Gymnasium vorzeitig nach sechs Unterrichtsstunden Schluss.

Das traf auch auf den Cottbuser Tierpark zu. Aufgrund der Unwetterwarnung schloss dieser bereits um 14 Uhr. ⇥