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Friede diesem Haus!

Jetzt, wenn sich der Februar dem Ende bald zuneigt, beginnt die Passionszeit, in der die Christen des Leidens und Sterbens Jesu gedenken. "Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn" (Lukas 18,31).

Das ist der Spruch für die nun beginnende Woche.

Jedes Jahr können wir uns besonders zwischen Weihnachten und Ostern mit dem Lebensweg Jesu identifizieren, ihn betrachten und uns fragen, was er uns für unser eigenes Leben zu sagen hat. Ursprünglich sagte Jesu diese Worte: " Seht wir gehen hinauf nach Jerusalem…" zu seinen Jüngern und danach sprach er von seiner Verurteilung, Kreuzigung und Auferstehung. Dann berichtet Lukas, dass seinen Schüler der Sinn seiner Worte verborgen blieb, obwohl sie doch so deutliche waren, aber sie gingen mit Jesus mit, denn er war ihr Lehrer und sie hatten viel und Beeindruckendes mit erlebt. Als sie dann im Garten Gethsemane Jesu Verhaftung erleben mussten, bekamen sie Angst und flohen. Petrus verfolgte das Geschehen von Ferne und verleugnete ihn. Uns selbst wäre es sicher kaum anders gegangen, denn wenn es um die eigene Haut geht, ist doch jeder Mensch auf Schutz seines Lebens bedacht. Unerträglich muss es für die Jünger gewesen sein, was sie bei der Kreuzigung Jesu erleben mussten. Sicher wurden sie von Zweifeln geplagt und haben nicht verstanden, was Gott mit diesem Leiden und Sterben bezwecken wollte, so wie wir es auch nichtverstehen, wenn uns Leid und Tod begegnen. Erst später, als sie dem auferstandenen Jesus begegneten, konnten sie langsam den weg Gottes begreifen und akzeptieren. Der Tod konnte nicht über den Sohn Gottes siegen, so unerklärlich diese Geschehen bis heute geblieben ist.

Jesus ruft uns auf, seinen Lebensweg mitzugehen. Seine Liebe zu den Menschen führte in tiefste Tiefen und in höchste Höhen. So wie für ihn gilt auch für uns: Je leidenschaftlicher wir das Leben lieben, desto intensiver können wir Glück erfahren, desto mehr werden uns aber auch Schmerz und Tod berühren. Fragen wir uns, ob wir für diesen Weg bereit sind!

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