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Freuet euch!

Mitten in der Passionszeit liegt der kommende Sonntag, dessen Name so eine schöne Einladung enthält. Jesaja ruft die Menschen, er ruft sie zur Freude.

Mehr noch: Es geht um Mitfreude. Freut euch mit Jerusalem. Mit einer am Boden liegenden Stadt und ihren Bewohnern wird es aufwärts gehen. GOTT öffnet Wege, die Zukunft haben. Wenn das kein Grund zur Freude ist! Leben blüht wieder auf und Zukunft ist da. Freut euch mit, liebe Menschen, wenn es Zukunft gibt für die, die in scheinbar hoffnungsloser Lage gewesen sind. Etwas Freudiges mitteilen zu können und dann auch wirklich Freude erleben und teilen zu können, das ist ein großes Geschenk! Mitten in der Passionszeit dieser Aufruf zur Freude und damit ja auch irgendwie zum wieder einmal Lachen und unbeschwert sein können. Passt das? Traditionell ruft diese Zeit zum Nachdenken, zum innerlichen Mitgehen der letzten Wege Jesu. Und dann dieser Freudenruf.

Passt das? Ich denke ja. Und es geht noch weiter, denn es hilft und stärkt, auch in schwereren Tagen einmal ganz bewusst Freude und Mitfreuen erleben zu können. Das ist wie ein Innehalten und Atemholen.

Schwere Zeiten zehren an den Kräften der Seele. Die aber braucht doch ihre Kraft, um das Schwere tragen zu können. Woher kommt Kraft? Woher kommt ein Lichtstrahl der Hoffnung? Eine stärkende Quelle ist Freude. Zu seiner Zeit spricht Jesaja von der miteinander geteilten Freude über neu erblühendes Leben in Jerusalem. Auch in unserer Zeit können wir neu erblühendes Leben entdecken. Sehen wir hinaus in den beginnenden Frühling mit seinem Grünen und Blühen und den vielfältigen Stimmen der Vögel. Sehen wir in unsere Familien und Freundschaften, wenn das Miteinander gelingt.

Sehen wir in unsere Stadt, wenn es ein gutes Zusammenleben gibt. Sehen wir auf die vielen guten Erfahrungen, die wir in unserem Leben machen. Grund zur Freude, zum miteinander freuen. Kraft für die schwereren Lebensabschnitte.

Freuet euch, nehmt das Gute wahr und an - auch und gerade in den harten und kraftzehrenden Momenten und Zeiten.