(ski) Der SV Leuthen/KleinOßnig war und ist die Hochburg der Deutschen Billardkegler. Konnte sich doch die erste Mannschaft vor wenigen Wochen zum 18. Mal die Deutsche Meisterschaft sichern, zuletzt in achtfacher Folge ohne Unterbrechung. Da durfte die obligatorische Meisterfeier natürlich nicht fehlen, zu der am Samstag in die Gaststätte „Schön Oßnig“ geladen wurde.

Beeindruckt von der kontinuierlichen Arbeit zeigten sich dabei die geladenen Vertreter der Gesellschaft. Landrat Hartmut Altekrüger betonte, dass sich die Billardfreunde durchaus als Aushängeschild des Landkreis Spree-Neiße bezeichnen dürfen, weil sie immerhin schon seit dem Jahr 1993 regelmäßig die Titel bei den Deutschen Meisterschaften abräumen. Zudem lobte er die gute Nachwuchsarbeit: „Ein Altersdurchschnitt von 38,5 Jahren ist im Billardsport nicht unbedingt die Regel. Aber damit ist der lange erfolgreiche Weg auch begründet, dessen Weiterführung ich den Billardfreunden sehr wünsche.“

Auch „die Alten“ sind in der Billardabteilung des SV Leuthen/KleinOßnig nicht vergessen. So hatten an einem Tisch der Festveranstaltung die „Altvorderen des Vereins“ Platz genommen. An deren lange zurückliegende Erfolge erinnerte Rainer Dürre: „Ab und an räumt man auch mal die Schränke im Büro auf und man findet fast schon vergessene Dinge. Ich habe hier einige Schwarz-Weiß-Fotos, die ich Euch mal zum Ansehen herumgebe. Schon damals waren unsere Männer schon sehr fleißig und haben neben ihrem Sport auch zugepackt, wenn wieder Bauarbeiten anstanden. Schön, dass sich diese Tradition bis heute erhalten hat.“

Damit kam der Sohn des verstorbenen Urvaters des Oßniger Billardsport Werner Dürre auf die derzeit laufenden Sanierungsarbeiten des heutigen Billardraumes im hinteren Teil des Hauses zu sprechen. Dort wird eine Entfeuchtungsanlage eingebaut, um die Bedingungen für ein berechenbares Spiel auf den grünen Tischen deutlich zu verbessern. Inklusive der einzubauenden abgehangenen Decke werden sich die Kosten dafür auf 16 000 Euro belaufen. Um diesen Betrag in dem überschaubaren Maß zu halten, treffen sich die Sportler wie gewohnt allabendlich in ihrer Spielstätte. Aktuell aber nicht des Trainings wegen, sondern um mit ihren handwerklichen Leistungen die erforderlichen Arbeiten voranzutreiben, denn die Zeit drängt. „Bevor im September die neue Meisterschaft startet, wollen wir am 31. August ein Benefizspiel ausrichten. In dem wir als Meister gegen eine Auswahl unseres Verbandes antreten“, sagt Martin Maltzahn vom Meister-Sextett.