Von Sandow bis zum Blechen-Carré, über die Bahnhofstraße, vorbei an der Stadthalle bis zur Oberkirche – eine Demonstration gleich mehrerer Initiatoren aus Cottbus und anderen Städten ist am Samstag durch Cottbus gezogen. Das Motto: „Frauen gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit“. In Cottbus fürchteten sich Frauen aus geflüchteten Familien, das Haus zu verlassen, weil es immer wieder zu physischen und verbalen Attacken komme, hieß es im Aufruf zur Demonstration. Die Stadt sei in einem Angstzustand und heftiger Druck laste auf den Geflüchteten, insbesondere geflüchteten Frauen.

Nicht zuletzt die Demonstrationen des fremdenfeindlichen Vereins „Zukunft Heimat“ in der Stadt, aber auch die steigenden Zahlen von Opern rassistischer Gewalt, die die Opferperspektive Brandenburg registriere, sei der Grund, die erste Frauentagsdemonstration seit Jahren in Cottbus zu organisieren, hieß es im Vorfeld der Demonstration weiter.

„Zukunft Heimat“-Chef Hans-Christoph Berndt hatte sich zur Abschlusskundgebung auf dem Oberkirchplatz eingefunden, wurde allerdings auf Wunsch der Organisatoren der Demonstration durch die Polizei des Platzes verwiesen.

Weitere Vorkommnisse gab es Polizeiangaben zufolge nicht. Die Demonstration sei störungsfrei verlaufen.

Women in Exile Demo in Cottbus: Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit am Samstagmittag in der Cottbuser Innenstadt vom Muskauer Platz über die Franz-Mehring-Straße, Karl-Liebknecht-Straße. Bahnhofstraße, Berliner Straße zur Cottbuser Oberkirche.

Bildergalerie Women in Exile Demo in Cottbus: Frauen* gemeinsam gegen Rassismus und Ungerechtigkeit am Samstagmittag in der Cottbuser Innenstadt vom Muskauer Platz über die Franz-Mehring-Straße, Karl-Liebknecht-Straße. Bahnhofstraße, Berliner Straße zur Cottbuser Oberkirche.