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| 13:09 Uhr

Polizei
Frauen in Cottbus und Luckau fremdenfeindlich beschimpft

Die Polizei ermittelt.
Die Polizei ermittelt. FOTO: Fotolia
Cottbus/Lukau. Über mehrere Fälle, in denen syrische und irakische Frauen in der Lausitz fremdenfeindlich beleidigt wurden, hat die Polizei in Cottbus am Montag informiert.

Der erste Fall ereignete sich am Samstagabend in einem Markt in der Thiemstraße in Cottbus. Dort kaufte eine 35 Jahre alte Frau aus dem Irak mit ihrer 17-jährigen Tochter ein. Von einem Unbekannten wurden die zwei Frauen beschimpft und beleidigt. „Als die Tochter den Mann zur Rede stellen wollte, äußerten sich weitere Passanten im Kassenbereich abfällig gegenüber den Frauen und kamen ihnen nicht zu Hilfe. Der Mann versuchte dann, die Jugendliche zu ohrfeigen, was sie durch schnelle Meidbewegungen verhindern konnte“, berichtet Polizeisprecher Torsten Wendt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen im Fall übernommen.

Ähnliche ereignete sich am Freitagabend in Luckau. Aus einer Personengruppe heraus wurde dort gegen 22 Uhr eine 38-jährige Syrerin wegen des Tragens eines Kopftuches beleidigt und bepöbelt. Die Polizei hat einen ein 32 Jahre alter Luckauer als Täter ermittelt. Gegen ihn wird nun ermittelt.

Bereits am Freitagnachmittag kam es in Cottbus zu einer weiteren Auseinandersetzung, diesmal allerdings mit einem syrischen Täter. Der polizeilich bereist gut bekannte 21-Jährige beleidigte in der Karl-Marx-Straße eine 17 Jahre alte Jugendliche. „Da sie die arabische Sprache erlernt, verstand sie die obszönen Worte und antwortete entsprechend. Daraufhin traf sie ein Faustschlag des Mannes im Gesicht“, berichtet Polizeisprecher Wendt. Es soll sich um eine Beziehungstat gehandelt haben.

(bob)