„Ein Teil des ehemaligen Tagebaus Cottbus-Nord soll in den nächsten Jahren zum größten See Brandenburgs und zum vorerst größten Bergbaufolgesee Deutschlands werden. Noch fließt aber kein Wasser. Um dieser Zukunftsvision eine Gestalt zu geben, haben wir uns auf die Suche nach einem Künstler begeben, der diese Idee mit seiner eigenen Handschrift umsetzen könnte. Und wir wurden fündig – mit Florian Beyer, dessen Werke unter dem Pseudonym, verleuchtet photography‘ bekannt sind“, erklärt Juliane Krause.

Die Spezialität von Florian Beyer (www.verleuchtet.wordpress.com) ist das sogenannte Lightwriting, eine Technik, bei der mit Licht Objekte, Bilder und Eindrücke erzeugt werden. Der 30-Jährige fotografiert seit zehn Jahren und ist Mitarbeiter der Leag. Entstanden ist sein Kalenderbild an jener Stelle, an der sich inzwischen ein Aussichtspunkt mit Blick auf den künftigen Cottbuser Ostsee befindet: dem Einlaufbauwerk am Hammergraben bei Lakoma. Dort fließt seit dem 15. Januar erstmals Wasser in den ehemaligen Tagebau im Probebetrieb – für sieben Tage, wie die Leag informiert.

Entstanden sei das eindrucksvolle Foto am 31. August des vorigen Jahres, informiert Juliane Krause. „In Begleitung des Wachschutzes betraten wir behutsam das Einlaufbauwerk. Beyer und seine Assistentin hatten ganz verschiedenartige Beleuchtungstechniken dabei. Neben Lampen aller Formen und Größen zur Ausleuchtung und einigen unkonventionelleren Utensilien, wie neonfarbenen Leuchtstäben, präsentierte uns der Künstler den Pixelstick – ein Gerät, das mithilfe von LED vorher gespeicherte Muster und Bilder in die Landschaft malen kann.“

Während der Aufnahmen selbst habe man davon noch nicht viel gesehen. Sportlich sei es zugegangen, während der Fotograf mit Kopflampe und Equipment unermüdlich das Bauwerk hinauf und hinab lief und den Auslöser der Kamera von seiner Assistentin bedienen ließ. „Die Magie des Bildmotivs entfaltete sich erst später. Dicht um das kleine Display der Kamera gedrängt sahen wir, dass sich das intensive blaue Licht des Pixelsticks auf den Fotos in geschwungene Wellen verwandelt hatte, die aus dem Rohr des Einlaufbauwerks zu strömen schienen.“

Wie Florian Beyer gegenüber der RUNDSCHAU erklärte, bestehe das Bild aus mehreren Einzelfotos, die dann am Computer zusammengefügt wurden.

Erstes Wasser für den Cottbuser Ostsee – mit Video

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