| 18:43 Uhr

Fotoausstellung für den neuen Wasserspielplatz

Thomas Richert, Jens Brand, Peter Albert, Sven Krüger (v.l.) beim Aufbau.
Thomas Richert, Jens Brand, Peter Albert, Sven Krüger (v.l.) beim Aufbau. FOTO: elsner
Cottbus. Als Peter Albert, Chef der Bürgerstiftung Cottbus, ihm beim Neujahrsempfang der Stadt das Projekt "Reaktivierung und Neugestaltung des Wasserspielplatzes im Eliaspark" vorgestellt hat, war Thomas Richert sofort Feuer und Flamme. "Mit meinem Sohn war ich früher öfter da", erinnert sich der Fotograf. Ulrike Elsner

"Gut, dass sich jemand darum kümmert, den Platz wiederzubeleben." Hinzu kam, dass Richert gerade eine Ausstellung für die Galerie Fünf vorbereitet hatte. Die konnte dort aber nicht gezeigt werden, weil die Stadt den Mietern im früheren Gebäude des Kunstmuseums gekündigt hatte. Für Richert und seinen Galeristen Sven Krüger war klar: Machen wir eine Verkaufsausstellung in den Räumen der Kanzlei KA Rechtsanwälte, wo auch die Bürgerstiftung ihr Büro hat, und spenden einen Teil des Erlöses für den neuen Wasserspielplatz.

Gestern trafen sich Thomas Richert, Sven Krüger und der mit der Ausführung betraute Felsenbauer Jens Brand bei Peter Albert, um letzte Vorbereitungen für die morgige Ausstellungseröffnung zu treffen. Unter dem Titel "Was ich sehe" werden 20 Schwarz-Weiß-Arbeiten gezeigt, die in den letzten Jahren an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Ländern entstanden sind. Dabei geht es inhaltlich aber nicht um touristische Wiedererkennung, sondern um den ganz eigenen Blick des Fotografen auf seine Umgebung.

"Heute fotografiert jeder, aber Thomas Richerts Bilder sind etwas Besonderes. Das ist Ausdruck, das ist präzise", schwärmt Sven Krüger. Schon sein erstes Buch über Holger Kelch habe ihn begeistert. Inzwischen hat Richert ein zweites Fotobuch über Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz herausgebracht.

Peter Albert ist sich sicher, "dass sich Kunstinteressierte auch für unser Projekt begeistern lassen", und erwartet einen deutlichen Zuwachs auf dem Spendenkonto. Insgesamt sind für das Projekt 200 000 bis 250 000 Euro veranschlagt. Zwar müsse nicht jedes Detail sofort gebaut werden. "Aber um die 100 000 Euro", so Albert, "brauchen wir, um den Wasserlauf zu schaffen." Bisher sind allerdings erst 10 000 Euro auf dem Spendenkonto, für weitere 10 000 Euro gibt es feste Zusagen. Bleibt eine gehörige Differenz. Dennoch möchte die Bürgerstiftung schon im März loslegen. Peter Albert ist sicher: "Der neue Wasserspielplatz wird ein Leuchtturm." Auch im Rathaus hat das Projekt viel Zuspruch erfahren, vor allem hat das neue Konzept eines fließenden Wasserlaufs alle ursprünglich bestehenden hygienischen Bedenken ausgeräumt.

Felsenbauer Jens Brand sieht in dem Auftrag, in seiner Heimatstadt auf einer Fläche von rund 30 mal 50 Metern eine Anlage zum Thema "Die Spree - von der Quelle bis zur Mündung" zu bauen, eine reizvolle Aufgabe. Denn hier wird Kindern in heimatlicher Verbundenheit der Lauf der Spree von ihren drei Quellen in der Nähe von Bautzen über die Spremberger Talsperre durch die Stadt Cottbus und den nachfolgenden Spreewald bis zur Mündung in die Havel in Berlin-Spandau spielerisch nahegebracht.

Folgende Höhepunkte laden unter anderem entlang der Miniaturspree zum Entdecken und Spielen ein: Die Bautzener Wasserkunst können Kinder erklettern und von einer drei Meter hohen Aussichtsplattform auf den Fluss schauen. Der Spremberger Turm soll sogar eine Rutsche bekommen. "Natürlich liegt darunter ein falldämpfender Belag", verspricht Jens Brand. Den Spreewald symbolisiert ein großer aus Beton modellierter Kahn. Die Eliaspark-Besucher dürfen sich bald auch an den Miniaturausgaben von Berliner Fernsehturm, Brandenburger Tor und der Zitadelle in Spandau erfreuen, wo die Spree in die Havel mündet. Weitere Höhepunkte sind ein Schieber zum Wasserstauen, eine Hängebrücke und eine Furt am Spremberger Stausee sowie ein Matschbereich in Form des Cottbuser Ostsees.

Ausstellung bis 14. März, 8 bis 17 Uhr, Karl-Liebknecht-Straße 25, Anmeldung unter Telefon 0355 3830294; Ausstellungseröffnung: 24. Februar, 18 Uhr