Herrschten zum Frühlingsauftakt vor einem Jahr anhaltend ziemlich trockene Bedingungen, so kamen die Fachleute vom Amt für Forstwirtschaft in Peitz nach eigenen Angaben bisher fast ohne die Waldbrandwarnstufen 3 und 4 aus. Lediglich am 12. März und Ende April sei für fünf Tage eine Warnstufe festgelegt worden, bei der das Betreten der Wälder untersagt sei. „Kaum einer hat davon Notiz genommen“ , sagt Marion Vater, Sachbearbeiterin Brandschutz und Öffentlichkeitsarbeit des Amtes für Forstwirtschaft in Peitz. Sie befürchtet, „dass sich das Gefahrenpotential in den nächsten Tagen erhöhen wird“ . Akribisch werden deshalb nach ihren Worten täglich im Amt solche Werte wie Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und Vegetationsfaktoren beurteilt. Forstleute bewerten den Austrieb der Birke oder der Robinie. Außerdem berücksichtigten sie die Vorhersage des Wetterdienstes. Alles zusammen ergibt laut Forstamt einen Punktwert, nach dem die jeweilige Waldbrandwarnstufe festgelegt wird. Täglich ermittelt, gelte sie für den gesamten Spree-Neiße-Kreis, in dem es mehr als 92 000 Hektar Wald gibt.
Betreten und Befahren der Wälder sei bei höheren Warnstufen streng verboten. So gelte, dass das Anzünden oder der Unterhalt eines Feuers, der Umgang mit brennenden oder glimmenden Gegenständen sowie das Rauchen im Wald oder in einem Abstand von weniger als 50 Metern verboten sind. Darauf verweist Bernd Friedrich, Sachbearbeiter Forsthoheit im Peitzer Amt für Forstwirtschaft.