Stadtverordnete und Verwaltung wurden im vergangenen Jahr nicht müde, die Qualitäten von Birgit I. zu loben. Auch die Rosenkönigin fand immer diplomatische Worte für die Verlängerung ihrer Amtszeit um ein Jahr. Doch bei aller Ausstrahlung und Anmut - so war es nicht gedacht. Verwaltungsvorstand Sven Zuber: “Die Wahl der Rosenkönigin hat eine lange Tradition. Doch wir hatten in den vergangenen Jahren immer Schwierigkeiten, Kandidatinnen zu finden.„

Deshalb hat sich eine Arbeitsgruppe dem Problem angenommen und neue Vorschläge für die Regelung der Forster Thronfolge entwickelt. Hintergrund war laut Christina Rennhak von der Stadtverwaltung auch die wachsende Belastung für das gekrönte Haupt. Mindestens 70 Termine musste die Rosenkönigin zuletzt pro Jahr wahrnehmen. “Eine Belastung für Familie und Arbeitgeber„, sagt Rennhak. Der Aufwand müsse möglicherweise etwas gedämpft werden. Zudem sei das bisherige Auswahlverfahren für viele zu aufwendig gewesen. Nun könne die Zeremonie auch näher an die Rosengartenfesttage rücken, so Rennhak.

Die Rosenkönigin soll wieder jährlich gekrönt werden. Allerdings ab diesem Jahr im Rahmen der Rosengartenfesttage.

Für die Wahl soll eine Jury einberufen werden, die im Vorfeld geheim aus den Kandidatinnen die geeignete auswählt. Das habe den Vorteil, so Rennhak, dass Kandidatinnen, die es in einem Jahr noch nicht schaffen, in der Öffentlichkeit nicht verbraucht sind und weiter geschult werden können, um in folgenden Jahren den Thron besteigen zu können.

Die Jury soll aus Bürgermeister, zwei Sponsorenvertretern, einem Mitglied des Fördervereins Rosengarten, einem Gewerbevereinsmitglied, einem Vertreter des Vereines Lausitzer Land und einem Medienvertreter bestehen.

Die Stadtverwaltung bestätigt Überlegungen, wonach künftig der Darsteller einer Brühl-Figur neben der Rosenkönigin für die Stadt werben soll.

Der Internetauftritt der Königin soll laut Christina Rennhak überarbeitet werden.

Die Bewerbung ist für Frauen ab 18 Jahren ganzjährig möglich.

Forst braucht sich indes bis zur nächsten Krönungsfeier im Juni wegen fehlender repräsentativer Außendarstellung nicht zu sorgen. “Die Rosenkönigin hat zugesagt, ihre Aufgabe noch bis zum 24. Juni wahrzunehmen„, so Rennhak. Dann will Birgit I., die seit 9. Mai 2009 im Amt ist, in Würde das Zepter weiterreichen. Im Hinblick auf die Thronfolge bleibt sie diplomatisch: “Ich gönne jeder Frau die Erfahrung, Forst als Rosenkönigin zu repräsentieren.„