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| 20:10 Uhr

Forschungspläne in Cottbus
Chancen für Erhalt von 4000 Kohlejobs in der Lausitz

Zweites Leben für Kohlekraftwerke (das dpa-Foto zeigt Jänschwalde): Dies soll nach dem Willen von Wissenschaftlern, mithilfe neuer Forschungseinrichtungen und Fördergeld, ausprobiert werden.
Zweites Leben für Kohlekraftwerke (das dpa-Foto zeigt Jänschwalde): Dies soll nach dem Willen von Wissenschaftlern, mithilfe neuer Forschungseinrichtungen und Fördergeld, ausprobiert werden. FOTO: picture alliance/dpa / Patrick Pleul
Cottbus. Ein neues Forschungsinstitut, angesiedelt an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus sowie in Görlitz, soll Kohlekraftwerken neues Leben einhauchen. Experten sagen: Das kann 4000 Arbeitsplätze retten. Start des Projekts könnte ab 2020 sein. Von Andrea Hilscher

Der Bund hat die Weichen für die Ansiedlung eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Cottbus und Zittau/Görlitz gestellt. Auch die brandenburgische Landesregierung und das DLR selbst unterstützen den Plan. Die Wissenschaftler des „Instituts für CO2-arme Industrieprozesse“ sollen Möglichkeiten der Nachnutzung von Braunkohlekraftwerken prüfen.

Gelingt eine wirtschaftliche Umstellung der Kraftwerke auf die Nutzung regenerativer Energien, können nach Experteneinschätzung 50 Prozent aller Arbeitsplätze in den Werken gerettet werden. 4000 von 8000 Jobs würden so nach dem Kohleausstieg erhalten bleiben.

Das neue Institut wird jährlich mit je fünf Millionen Euro für beide Standorte aus Bundes- und Landesmitteln gefördert, hinzu kommen Drittmittel in Millionenhöhe, etwa aus Fördertöpfen der Europäischen Union.

Neben der Gründung des DLR-Instituts stehen auch die Chancen auf Ansiedlung eines Fraunhofer Instituts am Standort der BTU nach Einschätzung der kommissarischen Präsidentin Prof. Christiane Hipp gut. Beide Entscheidungen seien ein wichtiger Baustein zur Unterstützung des Strukturwandels in der Lausitz.

Das DLR-Institut könnte schon zu Beginn des nächsten Jahrzehnts mit rund 100 Mitarbeitern an den Start gehen. Fraunhofer-Institute, die stärker auf das Einwerben von Drittmitteln angewiesen sind, beginnen meist mit einer kleineren Wissenschaftler-Zahl, erreichen dann aber ein ähnliches Volumen wie DLR-Institute.

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