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Folklore sehen und fühlen

Die polnischen Nachbarn vom Verein Zespó{lstrok} Górali Czadeckich Jode{lstrok}ki kommen gern wieder in die Niederlausitz.
Die polnischen Nachbarn vom Verein Zespó{lstrok} Górali Czadeckich Jode{lstrok}ki kommen gern wieder in die Niederlausitz. FOTO: Landkreis SPN
Cottbus. Vom 7. bis 9. Juli kommt zum 17. Mal ein lebhaftes Volksfest in die Niederlausitz. Die Internationale Folklorelawine lockt wieder mit farbenfrohen Trachten, mitreißenden Tänzen und viel Musik. Jenny Theiler

330 Teilnehmer aus 15 verschiedenen Ensembles präsentieren ein ganzes Wochenende lang ihre heimischen Künste. Die Besucher dürfen sich - bei freiem Eintritt - an drei Orten in der Niederlausitz auf Beiträge aus zwölf verschiedenen Nationen freuen. Neben Lübbenau und Spremberg wird in diesem Jahr der 10 000 Einwohner starken Gemeinde Kolkwitz erstmalig die Ehre zuteil, die Folklorelawine als Veranstaltungsort zu unterstützen. Der Landrat des Kreises Oberspreewald-Lausitz, Siegurd Heinze, spricht im Zusammenhang der Veranstaltungsstädte von den "drei Perlen, die wir an diesem Wochenende in der Lausitz haben werden".

Das Fest für "Toleranz, Vielfalt und Völkerverständigung" wie es Harald Altekrüger, Landrat des Spree-Neiße Kreises, bezeichnet, beginnt am Freitag, 7. Juli, in Lübbenau. Die Folkloristen werden um 11 Uhr in der Poststraße in Empfang genommen und spazieren gemeinsam zum großen Hafen, um am traditionellen Kahnkorso teilzunehmen. Um 14.30 Uhr eröffnet die Tanzgruppe der Arbeiterwohlfahrt Lübbenau das Programm, das auch in diesem Jahr wieder von Christian Matthée moderiert wird.

Für das Deutsch-Sorbische Ensemble Cottbus ist die Teilnahme an der Folklorelawine mittlerweile schon eine schöne Tradition. Zum achten Mal vertritt der Cottbuser Folkloreverein die sorbische Tanzkunst. Die polnischen Nachbarn von "Zespó{lstrok} Górali Czadeckich Jode{lstrok}ki" nehmen zum zweiten Mal teil, während die schottischen Tanzschulen Dunedin Dance Academy & North Berwick Dance Academy mit 13 beziehungsweise 14 Besuchen bereits alte "Lawine-Hasen" sind. Aber auch die Folklorevereinigung der Stadt Lakatamia vom Inselstaat Zypern nimmt bereits zum dritten Mal teil.

"Wenn es um Folklore geht, reichen Worte nicht aus, man muss sie sehen und fühlen." Unter diesem ausdrucksstarken Motto hat sich das Folklore-Studio Etnos aus Mazedonien für die Folklorelawine beworben. Denn genau das will der Veranstaltungsreigen sein - ein Volksfest, das alle Sinne und auch jede Altersgruppe anspricht. Allein die Altersspanne der Teilnehmer reicht von zwei bis 74 Jahren, wobei die jüngsten Ensembles aus Lettland und Indonesien anreisen werden.

Mit der diesjährigen Auflage werden seit Bestehen der Internationalen Folklorelawine insgesamt 187 Ensembles aus 52 Ländern von sechs Kontinenten in der Lausitz aufgetreten sein - ein schöner Beitrag zur Völkerverständigung, die auf kultureller Ebene beginnt.

Zum Thema:
Freitag, 7. Juli:Lübbenau: 14.30 Uhr Eröffnung an der Bühne auf dem Marktplatz.Samstag, 8. Juli:Spremberg: 10.30 Uhr Ankunft der Folkloristen in der Georgen-straße, 13 Uhr Spaziergang vom Markt zum Schloss, 13.30 Uhr Spremberger Heidemusikanten musizieren auf der Schlossbühne, im Anschluss Luftballonaktion, 14 Uhr Eröffnung Bühnenprogramm durch das Deutsch-Sorbische Ensemble Cottbus.Sonntag, 9. Juli:Kolkwitz: 11 Uhr Ankunft der Folkloristen am Kolkwitz-Center, 11.30 Uhr Begrüßung durch Traditionsvereine aus der Umgebung, 13.15 Uhr Spaziergang über die Festwiese zur Bühne, 13.30 Uhr offizielle Begrüßung und Eröffnung Bühnenprogramm durch "Dunedin Dance Academy & North Berwick Pipe Band" aus Schottland.