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| 18:03 Uhr

Briesener Grundschule erhält Anbau
Platz für Unterricht und Freizeit

Die Sechstklässler der Grundschule „Mato Kosyk“ begeisterten ihre Mitschüler und die Gäste der feierlichen Übergabe des Fördermittelbescheids mit Liedern und Tänzen.
Die Sechstklässler der Grundschule „Mato Kosyk“ begeisterten ihre Mitschüler und die Gäste der feierlichen Übergabe des Fördermittelbescheids mit Liedern und Tänzen. FOTO: Elsner / LR
Cottbus. Bauministerin Kathrin Schneider hat an der Grundschule „Mato Kosyk“ Briesen Fördermittelbescheid übergeben.

In der Grundschule „Mato Kosyk“ Briesen wird die wendische Kultur gelebt. Das haben die Sechstklässler gestern gemeinsam mit den Witaj-Kindern und der Schulband bewiesen. Anlass für ihr kurzweiliges Programm war der Besuch von Brandenburgs Bauministerin Kathrin Schneider (SPD). Die Ministerin war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatte einen Fördermittelbescheid mitgebracht, den sie der Burger Amtsdirektorin Petra Krautz (parteilos) überreichte. Bund, Land und EU unterstützen ein Zukunftsprojekt des Amtes Burg mit Städtebaumitteln in Höhe von rund 942 700 Euro.

Das Geld fließt in die Errichtung eines zweigeschossigen Erweiterungsbaus am denkmalgeschützten Briesener Schulgebäude. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt rund 1,2 Millionen Euro sollen dort vier zusätzliche Unterrichts- und Gruppenräume geschaffen werden. Ein Aufzug sorgt künftig für Barrierefreiheit. Möglich wurde die Förderung durch die Kooperation des Amtes Burg mit Cottbus und weiteren Lausitzer Städten, Ämtern und Gemeinden im Stadt-Umland-Wettbewerb „Energiewandel gestalten – Landschaftswandel nutzen“. Insgesamt können in diesem Wettbewerb bis zu 13 Millionen Euro aus EU-Strukturfonds für Projekte ausgegeben werden. In Briesen wurde der erste Zuwendungsbescheid übergeben.

Kernziel der Stadtentwicklungspolitik sind nach den Worten der Bauministerin „gute Lebenschancen für alle, in Stadt und Land “. Bildung gelte dabei als Schlüssel. Es gehe um sozialen Zusammenhalt. „Deshalb fördern wir neben der Sanierung stadtbildprägender Gebäude, dem weiteren Stadt­umbau sowie Straßen, Wegen und Plätzen auch öffentliche Bildungseinrichtungen, Kindertagesstätten, Bürgerhäuser und Stadtteilzentren“, so Kathrin Schneider.

In Briesen und im Amt Burg ist die Freude nach langem Ringen um Fördermittel für den dringend benötigten Schulanbau groß. „Während im Jahr 2009 noch 110 Schüler die Briesener Grundschule besuchten, sind es aktuell 173“, erläuterte Petra Krautz. Seit dem Schuljahr 2009/2010 habe sich die Zahl der Schulanfänger von 15 auf bis zu 32 etwa verdoppelt. Zusätzlicher Raumbedarf ergibt sich aus dem Ganztagsprogramm, dem Witaj-Unterricht sowie der Teilnahme am Modellprojekt „Inklusive Schule“. Seit dem Schuljahr 2014/2015 wird die Raumkapazität der Grundschule „Mato Kosyk“ allein durch den Schulbetrieb ausgeschöpft. Für den Hortbetrieb mussten im fünf Kilometer entfernten Striesow Räume geschaffen werden. Zusätzliche Schülertransporte waren die Folge.

Errichtet wird der Anbau an der Nordseite der Schule. Neben den vier Haupträumen sind ein Spielflur, ein Erzieherraum, Abstellräume, Sanitäranlagen und Garderoben geplant. Mit dem Vorhaben sollen nicht nur die Unterrichtsbedingungen verbessert, sondern auch mehr Platz für die Freizeitgestaltung der Schüler geschaffen werden. Der Aufzug soll im neuen Zwischenbau Platz finden, wodurch das Obergeschoss der denkmalgeschützten Schule barrierefrei erreichbar wird.

Noch gibt es keinen Termin für den Baubeginn, jedoch bereits eine Baugenehmigung. „Der nächste Schritt ist die Abstimmung mit dem Architekten und den Planern für den Baufristenplan“, sagte Bauamtsleiterin Antje Swars. Wie das Bauministerium mitteilt, soll der Umbau im Jahr 2019 abgeschlossen sein.

Laut Bauministerin Schneider konnten seit dem Jahr 2009 dank der Städtebauförderung im Land Brandenburg insgesamt 116 Schulen und 74 Kitas saniert oder um- und ausgebaut werden. In diese Vorhaben sind insgesamt rund 134 Millionen Euro geflossen. Ein Beispiel ist das Max-Steenbeck-Gymnasium in Cottbus, dessen Sanierung mit 5,8 Millionen Euro gefördert wurde.

Bauministerin Kathrin Schneider  übergab den Fördermittelbescheid in der Aula derGrundschule.
Bauministerin Kathrin Schneider übergab den Fördermittelbescheid in der Aula derGrundschule. FOTO: Elsner / LR
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