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| 14:30 Uhr

Cottbuser Flugplatzmuseum
Tupolew-Neuzugang und Kindersachenmarkt locken

Stolz hat der Verein am Sonntag beim Flugplatzfest die TU-134A präsentiert. Die Rekonstruktion wird noch etliche Monate in Anspruch nehmen.
Stolz hat der Verein am Sonntag beim Flugplatzfest die TU-134A präsentiert. Die Rekonstruktion wird noch etliche Monate in Anspruch nehmen. FOTO: Georg Zielonkowski
Cottbus. Familienfest eröffnet am Wochenende den Veranstaltungsreigen im Flugplatzmuseum in Ströbitz. Von Georg Zielonkowski

Das Flugplatzmuseum in Ströbitz hat sich seit seiner Gründung 1990 zu einer guten Adresse entwickelt. Allein im vergangenen Jahr kamen knapp 10 000 an Flugtechnik Interessierte zur Fichtestraße, um hier Einblicke in die Historie der militärischen und zivilen Luftfahrt zu gewinnen. Derzeit können 49 Luftfahrzeuge, teilweise sogar von innen, bestaunt werden. In der Restaurierungsphase befinden sich gerade eine AN 2 und eine MIG 15, die die Ehrenamtler bis Ende des kommenden Jahres fertigstellen wollen.

Im Mittelpunkt steht seit Monaten jedoch die Aufarbeitung einer TU-134A. Zwei Dutzend der 109 Mitgliedern des Fördervereins sind nahezu täglich auf dem Gelände bei der Aufbereitung anzutreffen, nachdem das künftige Prunkstück der Ausstellung im vergangenen Oktober von Grünz in Deutschlands Norden nach Cottbus überführt wurde. Auch den noch in bedauernswertem Zustand befindlichen Riesenvogel konnten die vielen Besucher am Sonntag beim ersten öffentlichen Fest dieses Jahres auf dem circa 40 000 Quadratmeter großen Gelände bewundern.

Die Betreiber des Areals hatten wie schon in den Vorjahren zu einem Familienfrühlingsfest geladen, bei dem die vielfältige Luftfahrt- und Militärtechnik zu bestaunen war. Verknüpft war die beliebte Veranstaltung mit einem Kindersachenflohmarkt. „Wir lassen in jedem Jahr 200 Stände aufbauen. Rasant schnell, fast wie bei der Kartenvergabe für ein Pop-Konzert oder zur Fußball-WM, sind die Teilnehmerlisten gefüllt, sodass wir nie Sorge haben müssen, nicht genügend Aussteller auf unserem Platz zu begrüßen“, berichtet Eggert Lubitz, Vorsitzender des Flugplatzmuseum-Fördervereins.

Der Veranstaltungskalender 2018 sieht neben dem Treffen der Militär- und Nutzfahrzeuge vom 13. bis 15. Juni auch die Nacht der Museen am 8. September vor. Zudem wird es einen weiteren Familientag am letzten September-Sonntag geben, bevor die Plastemodellausstellung die öffentlichen Termine dieses Jahres beenden wird.

Die genannten Angebote sind für den gemeinnützigen Verein durch die Einnahme von Eintrittsgeldern und Standmieten ausgesprochen wichtig. Dem Haushalt entnommen werden derzeit immer wieder Beträge zugunsten der Rekonstruierung der Tupolew 134A. „Durch die jahrzehntelange Standzeit beim vorherigen Besitzer, der uns gegenüber sehr kooperativ gehandelt hat, gibt es noch viel zu tun, beispielsweise beim Wechsel der kompletten Innenverkleidung. Demnächst werden wir sechs originale Sitzbänke rekonstruieren und das Cockpit wieder auf Vordermann bringen. All dass kostet einiges an Geld, aber auch viel Zeit und Geduld unserer Mitglieder. Aber alle sind beseelt von dem Gedanken, unseren Gästen in ein paar Monaten dieses Flugzeug in einem dem Original sehr ähnlichen Zustand präsentieren zu können“, so Eggert Lubitz.