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Fluglärm kommt vom Nato-Manöver

Cottbus.. Vorsicht, Tiefflieger! Über Luftlärm ärgert sich Silvia Paulus aus Burg: „Ich stehe seit Tagen Kopf. Dauernd fliegen Militärflugzeuge über unseren Ort, so tief, dass man Angstzustände bekommt.

Darf die Bundeswehr das denn?“
Presseoffizier Jörg Langer räumt ein: „Es gab in den letzten Tagen zwei Nachfragen aus dem Cottbuser Raum. Derzeit findet in ganz Deutschland eine Nato-Übung unter dem Namen ,Clear Hunter' statt. Im Rahmen dieser Übung fliegen die Piloten auch über Cottbus und Umgebung hinweg, wenngleich andere Gegenden stärker frequentiert werden.“
Seit Montag starten vom Fliegerhorst Holzdorf bei Jessen deutsche Maschinen vom Typ Bell UH-1 D sowie Mi 17 und Mi 24 der tschechischen Streitkräfte, eine polnische Mi 8 und Apache-Hubschrauber aus den Niederlanden. Die Teilnehmer der Übung simulieren den Absturz eines Nato-Flugzeuges in feindlichem Gebiet und die Rettung der Mannschaft, die sich mit rechtzeitigem Absprung retten konnte.
Zum Manöver richtete die Bundeswehr ein Bürgertelefon ein - unter der kostenlosen Nummer 0800 862 07 30. „Seit Beginn des Manövers erhalten wir 25 Prozent mehr Anrufe als sonst üblich“ , erklärt Presseoffizier Langer.
Kleiner Trost für Silvia Paulus und andere Fluglärmgeplagte aus Cottbus und Umgebung: Am heutigen Freitag soll die Übung „Clear Hunter“ beendet sein. (rw)

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