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Flüchtlingsgegner und rechte Szene demonstrieren in Cottbus

Der Demonstrationszug zog an der Cottbuser Oberkirche vorbei.
Der Demonstrationszug zog an der Cottbuser Oberkirche vorbei. FOTO: LR
Cottbus. Erneut haben am Dienstagabend in Cottbus rund 400 Menschen an einer Demonstration gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland teilgenommen. Wie bei einer ersten Demo vor zwei Wochen, zu der die Golßener Bürgerinitiative Zukunft Heimat aufgerufen hatte, gehörte ein großer Teil der Teilnehmer offensichtlich dem Rechtsextremisten- und Kampfsport-Milieu in der Region an.

Im Demonstrationszug lief auch der stellvertretende NPD-Chef von Brandenburg, Ronny Zasowk. Vertreten waren außerdem Mitglieder der AfD und Anhänger der vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären Bewegung.

Christoph Berndt, einer der beiden Vorsitzenden der Bürgerinitiative Zukunft Heimat, kündigte an, Cottbus zu einem "Fixpunkt" des Protestes gegen die Flüchtlingspolitik machen zu wollen. Deshalb sollen auch die Demonstrationen in Cottbus fortgesetzt werden.

Der Verein Zukunft Heimat hatte schon 2015 und 2016 mehrere Demonstrationen gegen die Flüchtlingsaufnahme im Spreewald organisiert, jedoch dabei keinen wachsenden Zulauf erreicht.