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| 18:56 Uhr

Flüchtlinge
30 Bewerber für Schulsozialarbeit

Cottbus. Sie sollen bei Schulhof-Streit, Mobbing oder Verständigungsprobleme helfen. Von Andrea Hilscher

Die Probleme an Cottbuser Schulen nehmen zu, Kinder von Flüchtlingen und langjährigen Cottbusern geraten häufig aneinander. Zehn neue Schulsozialarbeiter sollen die Situation auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern entspannen. Fünf Grundschulen, zwei Oberschulen, eine Gesamt- und eine Förderschule profitieren von den Zusatzkräften.

Diese Woche war Bewerbungsschluss für die ausgeschriebenen zehn neuen Schulsozialarbeiterstellen in Cottbus. Jugendamtschef André Schneider ist zufrieden mit der Resonanz auf die Ausschreibung: „Wir haben rund 30 Bewerbungen erhalten und sind zuversichtlich, dass wir die Stellen gut und zügig besetzen können.“

Die neuen Sozialarbeiter sollen an folgenden Schulen eingesetzt werden: 21. Grundschule, Lakomy-, Blechen-, Kolumbus- und, Kästner-Grundschule. Paul-Werner-Oberschule, Sachsendorfer Oberschule, Theodor-Fontane-Gesamtschule, Pestalozzischule. Die Hildebrandt- und die Nevoigt-Grundschule sollen durch Sozialarbeiter freier Träger unterstützt werden.

Nach Auskunft von Stefanie Kaygusuz-Schurmann, Leiterin der Asyl-Koordinatorin im Rathaus, leben aktuell 2650 Flüchtlinge mit Asyl- und Bleibeberechtigung in Cottbus. 628 Menschen sind geduldet oder befinden sich im Asylverfahren. Zusätzlich leben 35 unbegleitete Minderjährige mit Migrationshintergrund in der Stadt.

Bisher, so Stefanie Kaygusuz-Schurmann, wurde Migrationssozialarbeit vom Land nur für die letzten beiden Gruppen finanziert. „Aber auch Bleibeberechtigte haben oft noch einen hohen Integrationsbedarf“, so die Asyl-Koordinatorin. Da das Land sich jetzt entschieden habe, rückwirkend zum 1. Januar 2018 auch für die Gruppe der anerkannten Asylbewerber Kosten für Sozialarbeit zu erstatten, könnten jetzt 30 bis 40 Stellen in diesem Bereich finanziert werden. Die Sozialarbeiter sollen in der Verwaltung und bei freien Trägern angesiedelt werden. Neben der Arbeit in Schulen werden sie im Bereich Streetwork, Familienförderung oder im Sozialpsychiatrischen Dienst eingesetzt.