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| 16:36 Uhr

Insolvenz von Cottbuser Gartenbau-Firma
Floralia-Mitarbeiter berichtet von längerer Krise der Firma

 Die Cottbuser Gartenbau-Firma Floralia hat Insolvenz beantragt.
Die Cottbuser Gartenbau-Firma Floralia hat Insolvenz beantragt. FOTO: LR / Nils Ohl
Schwierige Lage soll sich schon vor Jahren abgezeichnet haben.

Die Krise des Cottbuser Unternehmens Floralia Gartenbau e.G. soll sich bereits vor zwei Jahren abgezeichnet haben. So schildert es ein Mitarbeiter, der aus Vorsicht anonym bleiben will. Nach seinen Worten spielen Hitze und Trockenheit nicht die entscheidende Rolle für den Insolvenzantrag, den die Firma in dieser Woche gestellt hat. So sei der Umsatz schon vorher eingebrochen. Auch der Verzicht auf den Betrieb zweier Großmärkte vor knapp zwei Jahren habe bereits darauf hingedeutet, dass die Floralia Gartenbau e.G. in einer schwierigen Lage stecke.

Die Angestellten des Unternehmens trafen sich am Dienstag dieser Woche um 15 Uhr in der Überwinterungshalle, wie der Mitarbeiter berichtet. Dort seien sie von der Geschäftsführung über die Insolvenz informiert worden. „Gerechnet hatten wir bereits damit“, sagt er. „Viele Leute sind seit Jahrzehnten in der Firma, und natürlich haben sie Angst vor der Zukunft.“

Der vorläufige Insolvenzverwalter Florian Linkert nahm ebenfalls an der Mitarbeiterversammlung teil. Nach seinen Worten leidet das Unternehmen unter einem Liquiditätsengpass. Aufgrund der Dürre im Sommer 2019 sei der Umsatz der Firma um mehr als 200 000 Euro eingebrochen. Trotzdem werde der Betrieb „uneingeschränkt fortgeführt“. Das Traditionsunternehmen mit „exzellentem Ruf und treuer Kundschaft“ habe eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Sanierung. „Die Floralia-Kunden werden auch weiterhin wie gewohnt bedient“, erklärte der Insolvenzverwalter.

Die Geschäftsleitung des Unternehmens mit 96 Beschäftigten äußert sich nicht zur aktuellen Situation. Sie verweist auf die Erklärung des Insolvenzverwalters.