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| 16:49 Uhr

Naturschutz
Fledermaus-Problematik zieht neue Kreise

Cottbus. Das Verwaltungsgericht verhängt einen Baustopp.

Wie das Umweltamt der Stadt bestätigt, hat das Cottbuser Verwaltungsgericht bereits am Freitag einen Bau- und Abbruchstopp auf dem Grundstück an der Bürgerstraße verhängt. Anwohner hatten auf dem Areal Fledermäuse beobachtet und daraufhin den Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland BUND infiormiert. Dieser hatte nach mehreren ergebnislosen Anfragen bei der Stadt schließlich das Gericht eingeschaltet. Ein Fledermaus-Spezialist hatte daraufhin die Überreste der ehemaligen Brauerei untersucht und sein Erstgutachten dem Gericht zukommen lassen.

Die Stadt hatte bereits am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass die Arbeiten auf dem Grundstück wegen der unklaren Sachlage ruhen. Johann Staudinger vom BUND bestreitet das. „Schon am Donnerstagnachmittag wurde wieder gearbeitet, am Freitag auch.“  Umweltamtschef Stephan Böttcher sagt auf RUNDSCHAU-Nachfrage: „Der Baustopp wird jetzt behördlich durchgesetzt.“ Das Gericht hat verfügt, dass bis zum 19. November auf dem Gelände nicht gearbeitet werden darf. Der Fledermaus-Spezialist hatte bei einer Begehung offenbar Kot der kleinen Fledertiere entdeckt. Jetzt muss geklärt werden, ob sie in dem alten Gemäuer tatsächlich ihre Ruheplätze haben.  Fledermäuse und ihre Schlaf- und Nistplätze sind streng geschützt.

(hil)