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| 01:08 Uhr

Finnisches Dorf auf dem Cottbuser Altmarkt

Der Cottbuser Weihnachtsmarkt soll in diesem Jahr Herzen wärmen. Unterstützung gibt es dabei von einem finnischen Dorf, das mit Fellen, Lagerfeuer, Glühwein und Sauna-Utensilien auf dem Altmarkt anrückt. Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am 24. November traditionell durch den Anschnitt eines Riesenstollens auf dem Heronplatz. Von Jan Gloßmann

Der Cottbuser Weihnachtsmarkt ist offensichtlich der jüngste unter den vielen Cottbuser Märkten. Erst seit Ende der 1950er/Anfang 1960er-Jahre wird er in der heute bekannten Form in der Innenstadt abgehalten.
Traditionelle Gestaltungselemente wie die nahezu 30 Jahre alte Pyramide mit lebensgroßen Figuren oder die Märchenfiguren sowie eine gut 20 Meter hohe Weihnachts-Tanne aus einem Kiekebuscher Garten werden auch in diesem Jahr das Bild auf dem Altmarkt bestimmen.
Es soll sich jedoch kein Besucher wundern, wenn er desöfteren „Sinikka Salokorpi“ hört. Das heißt „Fröhliche Weihnachten“ , ist finnisch und das ist auf Teilen des Altmarktes weihnachtliche Amtssprache. 17 Unternehmen aus der finnischen Region Tampere werden sich auf dem Markt präsentieren. Mit Honig und Marmelade, mit Saft und Glühwein, mit Fellen und Schals, mit Flammlachs und Sauna. Ein Zelt wird neben den Buden aufgebaut, mit Lagerfeuer davor zum Lachsgrillen und Sinnesfeuer im Inneren zwischen wohligen Fellen. „20 Cottbuser Lehrlinge sind derzeit in Finnland und bereiten dort die Schau mit vor“ , sagt Claudia Rosenstengel von der Garage Lausitz, die die Kontakte nach Finnland geknüpft hat. Die jungen Leute lernen dort im Rahmen eines europäischen Förderprojektes Firmen und ihre Produkte kennen, basteln Schildern und überprüfen Preise. Die Schüler werden am kommenden Montag in der Stadt zurückerwartet - und stürzen sich gleich mit in die Gestaltung der sechs finnischen Buden. Am 6. Dezember kommt ein Helfer des „original Weihnachtsmannes aus Rovanniemi“ nach Cottbus, um Briefe - vergleichbar mit denen nach Himmelpfort/Brandenburg - in Empfang zu nehmen. Geschrieben wird auf finnischem Papier.
Die Präsentation der Finnen diene der Wirtschafts- und Tourismusförderung. Ein Weg, der sich nach dem Cottbuser Pilotprojekt auch umkehren soll, mit Lausitzer Angeboten auf finnischen Märkten.
Eröffnet wird der Markt von Oberbürgermeisterin Karin Rätzel, die am 24. November um 15 Uhr gemeinsam mit Vertretern der Bäckerinnung den Weihnachtsstollen auf dem Heronplatz anschneiden wird. Die etwa 20 Meter hohe Weihnachts-Tanne kommt in diesem Jahr aus Kiekebusch, aus einem privaten Garten. Sie wird voraussichtlich am Freitag aufgestellt. Zwischen Kaufhof und Oberkirche werden etwa 115 Handwerker, Händler und Schausteller den Weihnachtsmarkt gestalten - beleuchtet von einer insgesamt gut zwei Kilometer langen Lichterkette durch die Stadt, die buntes und auch wärmendes Licht spendet.

Service Markt-Tage
 Der Cottbuser Weihnachtsmarkt hat vom 24. November bis 22. Dezember täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Markt erstreckt sich vom Galeria-Parkplatz über den Heronplatz und die Sprem bis zum Altmarkt und den Oberkirchplatz. Aufgebaut wird ab kommendem Freitag, 18. November. Im Internet www.finndorf.com
www.cottbus.de