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| 18:22 Uhr

Finanzen
Sparkasse Spree-Neiße fährt wieder Rekorde ein

 Zufriedene Gesichter im Sparkassen-Vorstand (v.l.): Dirk Engler, Ulrich Lepsch, Ralf Braun und Thomas Heinze blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Zufriedene Gesichter im Sparkassen-Vorstand (v.l.): Dirk Engler, Ulrich Lepsch, Ralf Braun und Thomas Heinze blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. FOTO: Schroschk Anja
Bilanzsumme, Kundeneinlagen und Kreditvolumen steigen. Der Vorstand sagt: Den Menschen geht es gut in der Region. Von Andrea Hilscher

Nein, auch die Finanzprofis können sich nicht wirklich erklären, wie er es immer wieder schafft, eine strahlende Bilanz abzuliefern. Zum 24. Mal in Folge kann Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße, eine Rekord-Bilanzsumme vorlegen. Erstmals hat sein Haus die Drei-Milliarden-Grenze geknackt, die Bilanzsumme liegt bei 3,69 Milliarden Euro – 233,3 Millionen höher als im Vorjahr. Und das in einer Region, die bundesweit eher als abgehängt und vom Strukturwandel gebeutelt gilt. „Den Menschen in unserem Geschäftsbereich geht es gut“, sagt Ulrich Lepsch. Die Kundeneinlagen sind auf 3,03 Milliarden Euro gestiegen, auch das ein Rekord. Immerhin 201,8 Millionen Euro mehr als 2017 haben die Kunden der Sparkasse anvertraut, allein die Spareinlagen sind um 81,1 Millionen auf 1,57 Milliarden Euro gestiegen. Die gute Konjunktur und ein stabiler Arbeitsmarkt seien der Grund für die positive Entwicklung, so Lepsch.

Auch das Kreditvolumen ist auf ein Rekordhoch gestiegen, liegt bei 1,04 Milliarden Euro. Großen Anteil daran hat offenbar die ungebrochen große Nachfrage nach Immobilien. „Oft sind Wohnungen schon verkauft, bevor alle Wände hochgezogen sind“, sagt der Sparkassen-Chef und wiederholt, was er schon seit Jahren empfiehlt: Geld in Wohneigentum zu stecken, sei die beste Form der Rentensicherung.

„Man sollte die anhaltende Niedrigzinsphase nutzen“, rät Lepsch – und denkt dabei natürlich auch an das eigene Kreditgeschäft. In diesem Bereich, so erklärt Sparkassenvorstand Ralf Braun, wolle man gern weiter zulegen. 213 Millionen Euro an Neukrediten konnte die Sparkasse im vergangenen Jahr  ausreichen, davon flossen 144 Millionen Euro in den Wohnungsbau.

Ein Wert, über den sich die Banker naturgemäß besonders freuen, ist die Cost-Income-Ratio als Gradmesser für die Effektivität eines Unternehmens. Mit 39,3 Prozent hat die Sparkasse sich gegenüber dem Top-Wert vom Vorjahr erneut verbessern können: Sie hat 39,3 Cent ausgegeben, um einen Euro zu verdienen. Damit liegt die Sparkasse Spree-Neiße im Verbund der ostdeutschen Sparkassen weit vorn und unterbietet Institute wie die Deutsche oder die Postbank um ein Vielfaches, die zum Teil bei Werten um 90 Prozent liegen.

Unverändert hoch sind die Sponsoringleistungen des Hauses. 2,1 Millionen Euro hat die Sparkasse im vergangenen Jahr in Kultur- und Sportprojekte investiert, über 600 Empfänger in Cottbus und Spree-Neiße konnten davon profitieren. Damit ist die Sparkasse der größte nichtstaatliche Sponsor der Region. Einer Aufstockung, auf die die Stadt in ihren Haushaltsüberlegungen gesetzt hatte, erteilt der Vorstand allerdings eine Absage. „Das Thema ist vom Tisch“, so Ulrich Lepsch.

 Zufriedene Gesichter im Sparkassen-Vorstand (v.l.): Dirk Engler, Ulrich Lepsch, Ralf Braun und Thomas Heinze blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück.
Zufriedene Gesichter im Sparkassen-Vorstand (v.l.): Dirk Engler, Ulrich Lepsch, Ralf Braun und Thomas Heinze blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück. FOTO: Schroschk Anja