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| 15:06 Uhr

Filmfestival Cybermobbing: Sportschule Cottbus räumt Preise ab

Beide Preise, Jury- und Präventionspreis, gingen an Schüler der Lausitzer Sportschule Cottbus. Stolz zeigen die Siebtklässler nach der Premiere und der Premierung im Weltspiegel ihren Pokal und ihre Urkunden.
Beide Preise, Jury- und Präventionspreis, gingen an Schüler der Lausitzer Sportschule Cottbus. Stolz zeigen die Siebtklässler nach der Premiere und der Premierung im Weltspiegel ihren Pokal und ihre Urkunden. FOTO: Anja Hummel
Cottbus. Rund um die Uhr und für jeden sichtbar – Mobbing im Netz ist aktueller denn je. Lausitzer Schüler haben in einem Cybermobbing-Projekt eigene Filme über das Thema gedreht. Am Dienstag war die Premiere im Weltspiegel Cottbus. ahu

Die goldene Figur glänzt wie der kleine Bruder des Hollywood-Oscars. Stolz in seinen Händen hält ihn Leon Vilter von der Sportschule Cottbus. Mit seiner Gruppe hat der Siebtklässler den Jurypreis auf dem Filmfestival "Cybermobbing-Aufgeklärt" abgeräumt. "Wir haben probiert, das Beste rauszuholen", erklärt der 13-Jährige den Erfolg.

Mehr als 70 Schüler aus Forst, Burg, Döbern und Cottbus haben in einer Projektwoche elf Filme produziert. Am Dienstag sahen sie die Ergebnisse im Weltspiegel Cottbus auf großer Leinwand. Eine Fachjury bewertete die Beiträge.

Hinter dem Projekt steckt der Cottbuser Verein "Media To Be", der seit einigen Jahren durch Lausitzer Schulen tourt, um Präventionsarbeit in Sachen Mobbing zu leisten. Gemeinsam mit Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) entwickeln Schüler innerhalb einer Projektwoche Ideen für einen Videobeitrag. So ist nicht nur die thematische Auseinandersetzung mit der Gefahr durch Cybermobbing das Ziel. Das Schreiben der Drehbücher, Schauspielerei und Filmen gehören ebenfalls dazu. Durch das Projekt ist Leon Vilter bewusst geworden, "dass man mit Cybermobbing Leben ruinieren kann". In dem mit dem Jurypreis ausgezeichneten Film "Von Feinden zu Freunden" geht es um einen Klassen-Neuling, der wegen seiner guten Noten aus Neid von den Mitschülern gemobbt und mit einem Video erpresst wird. Dotiert ist der Preis mit 200 Euro. Für die zweite große Auszeichnung, den Präventionspreis, gab es 250 Euro. Und auch die gingen an Schüler der Cottbuser Sportschule. Mit "Scheinbar Hoffnungslos" ist es den Schülern gelungen, eine realistische harmlose Alltagssituation zum Ausgangspunkt einer Spirale von Gewalt zu nehmen, begründet Jurymitglied Michael Retzlaff die Entscheidung. "Außerdem wurde das Thema Beweissicherung durch Screenshots ins Zentrum gerückt. Das ist etwas ganz Wesentliches, wenn man sich gegen Cybermobbing-Attacken wehrt", sagt der Referatsleiter des Landesinstituts für Schule und Medien.

Ab Dezember sollen alle elf Filme der Schüler auf dem Online-Filmportal YouTube zu sehen sein.