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| 17:41 Uhr

„Feuerwehr live“ in und vor der Spree-Galerie
Versierte Retter zeigen ihr Können

Feuerwehr live! in der Spree Galerie FOTO:
Cottbus. Befreiung einer bei einem Unfall eingeklemmten Person und Rettungssprung bei „Feuerwehr live“.

Am Samstag hieß es vor und in der Spree-Galerie wieder „Feuerwehr live“. Eingeladen hatten die Spree-Galerie und der Stadtfeuerwehrverband Cottbus. Feuerwehr- und Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren Sandow, Branitz, Sachsendorf und Saspow, der Cottbuser Berufsfeuerwehr, der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) sowie der Verkehrswacht zeigten, wie sie sich für das Gemeinwohl und die Sicherheit der Bürger einsetzen.

Spiel, Spaß und Lernen standen dabei im Mittelpunkt. So konnten die Jüngsten Feuerwehren basteln oder auf der Hüpfburg toben. Ausprobieren konnten sich die Mädchen und Jungen beim Anlegen von Verbänden, in der Knotenkunde, beim Absetzen eines Notrufes oder einem Wasserspiel, bei dem es um „Dreck an und im Wasser“ ging. Einen Unfall mit Überschlag konnten Interessierte im Simulator der Cottbuser Verkehrswacht nachvollziehen. Verschiedene Lösch- und Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren öffneten ihre Türen. Die Besucher hatten die Gelegenheit, manch Wissenswertes aus der verantwortungsvollen Tätigkeit der Berufsfeuerwehr und der freiwilligen Feuerwehren im Dienste der Menschen zu erfahren.

Zum ersten Mal waren in diesem Jahr die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sachsendorf mit einem Tanklöschfahrzeug bei „Feuerwehr live“ dabei. „Wir haben uns bereiterklärt mitzumachen, weil wir finden, dass Öffentlichkeitsarbeit ganz wichtig ist“, erzählte Marcel Lehmann. „Im Moment haben wir 28 Kinder in unserer Kinderfeuerwehr und hoffen, dass ganz viele von ihnen später mal richtige Feuerwehrleute werden“.

Einer der Höhepunkten von „Feuerwehr live“ war in diesem Jahr die Rettung mit einem Sprung von einem Zwischendach der Spree-Galerie. Aus etwa zehn Metern Höhe ließ Fabian Sindt von der Freiwilligen Feuerwehr Sachsendorf einen 15 Kilogramm schweren Dummy in das von seinen Kollegen bereitgehaltene 2,5 mal 2,5 Meter große Sprungpolster fallen und demonstrierte so eindrucksvoll, dass auch aus einer scheinbar ausweglosen Situation eine sichere Rettung möglich ist. Benjamin Bastisch von der Cottbuser Berufsfeuerwehr erläuterte dem Publikum währenddessen, dass die Rettung mit dem Sprungkissen schließlich die letzte Möglichkeit sei, wenn eine Rettung mit Drehleiter aus verschiedenen logistischen Gründen nicht mehr möglich sei.

Von dieser Rettungsaktion beeindruckt zeigte sich auch Helma Kroll aus Cottbus. „Ich bin heute hierher gekommen, weil ich mich sehr dafür interessiere, was die Feuerwehrleute so alles für unsere Sicherheit tun“, erzählte sie. „Doch ausprobieren möchte ich solch einen Sprung ins Polster nicht.“

Darüber hinaus simulierten Einsatzkräfte auch in diesem Jahr wieder auf dem Platz vor der Stadthalle die Rettung einer eingeklemmten Person aus einem verunglückten Pkw. Zuvor waren auf dem Berliner Platz mit lautem Knall zwei Airbags gezündet worden, um zu zeigen, welch große Kraft in diesen kleinen Sicherheitshelfern steckt und wie wichtig deren richtige Handhabung ist.

Mit eigenen Augen konnten die Besucher schließlich erleben, wie ruhig und besonnen die Einsatzkräfte am Ort eines Unfallgeschehens eintreffen, die Lage erkunden und sich an die Arbeit machen, um das verunglückte Fahrzeug zu sichern, den verletzten Fahrer zu stabilisieren, mithilfe schwerer Spreiz- und Trennwerkzeuge den Fahrer aus seiner misslichen Lage zu befreien und schließlich mit dem Rettungsfahrzeug zur weiteren medizinischen Versorgung abzutransportieren. So konnten die Besucher erleben, wie Feuerwehrleute – so wie es Benjamin Bastisch formulierte – 365 Tage im Jahr zum Wohle der Menschen im Dienst sind. „Wir sind immer im Dienst. Denn selbst wenn jetzt in der Stadt oder der Umgebung ein größeres Unglück passiert wäre, würden wir unsere Demonstrationen hier abbrechen und zum Einsatz eilen“, fügte er hinzu.

Feuerwehr live! in der Spree Galerie FOTO: