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Feuerwehr Groß Oßnig feiert 85jähriges Jubiläum

Die Feuerwehr wurden angeführt vom Guggenmusikverein "Tacktlos!".
Die Feuerwehr wurden angeführt vom Guggenmusikverein "Tacktlos!". FOTO: mih1
Groß Oßnig. Mit einem Festumzug und einem Familienfest am neuen Gerätehaus haben die Einwohner von Groß Oßnig am Samstag das 85jährige Jubiläum ihrer freiwilligen Feuerwehr gefeiert. Michael Helbig / mih1

Angeführt vom Guggenmusikverein "Tacktlos!" zogen rund 50 Feuerwehrleute und 20 Mädchen- und Jungen der Kinder- und Jugendfeuerwehr aller freiwilligen Feuerwehren des Amtes Neuhausen mit 18 Einsatzfahrzeugen durch den Ort zur alten Schule, die 2013 zum Gerätehaus umgebaut worden war und heute optimale Bedingungen für die Ausbildung und Pflege der Einsatzbereitschaft der 12 aktiven Feuerwehrleute und sechs Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr von Groß Oßnig bietet.

Bevor Ortsvorsteherin Petra Zimmermann noch einmal die Geschichte der freiwilligen Feuerwehr Groß Oßnig Revue passieren ließ, die am 27. April 1934 mit 14 Mann und einer von Pferden gezogenen Handdruckspritze gegründet worden war und heute über ein modernes Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser verfügt, gedachten die angetretenen Feuerwehrleute und Besucher mit einer Schweigeminute der beiden Kameraden aus Lehnin, die vor wenigen Tagen bei einem tragischen Unglück während eines Einsatzes ums Leben gekommen waren.

Heute sei die freiwillige Feuerwehr aus dem Dorfgemeinschaftsleben nicht mehr wegzudenken, so Petra Zimmermann. Während die Feuerwehr sich in den Gründungsjahren vor allem auf die Brandbekämpfung konzentriert habe, seien es heute vor allem die Brandverhütung, der Katastrophenschutz und die technische Hilfe bei Unfällen, die den Feuerwehrleuten viel abverlange. "Im Durchschnitt rücken wir im Jahr zu fünfzehn Einsätzen aus. In diesem Jahr waren es schon zwanzig, und das Jahr ist noch nicht zu Ende", erzählte Ortswehrführer Frank Hoppe. Dabei sei die Bundesstraße 97 ein besonderer Schwerpunkt. "Es ist schön, dass wir uns jederzeit auf die Angehörigen unserer Einsatzabteilung verlassen können, obwohl das nicht immer leicht ist. Denn jeder geht ja einem Beruf nach." Um die Zukunft braucht den Feuerwehrleuten des Amtes Neuhausen nicht bange zu sein. Beim Festumzug war auch Bendix Reimers von der Kinder- und Jugendfeuerwehr Bagenz dabei. "Bei meiner Einschulung war ein Feuerwehrauto vorgefahren, und da habe ich ‚Feuer' gefangen. Wenn ich meine Grundausbildung ordentlich mache und alle Prüfungen schaffe, kann ich mit sechzehn vielleicht zu den Großen."