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Feuer macht vor Ländergrenzen nicht Halt

Kameraden der Freiwillligen Feuerwehr aus dem Kreisfeuerwehrverband Bautzen, des Amtes Burg und der Feuerwehr aus dem polnischen Boleslawiec trafen sich am Wochenende zum Erfahrungsaustausch in Burg.
Kameraden der Freiwillligen Feuerwehr aus dem Kreisfeuerwehrverband Bautzen, des Amtes Burg und der Feuerwehr aus dem polnischen Boleslawiec trafen sich am Wochenende zum Erfahrungsaustausch in Burg. FOTO: Hirche/jul1
Burg. Die bestehende Freundschaft und die Euroregion Spree-Neiße-Bober haben es am Wochenende möglich gemacht, dass sich Kameraden des Kreisfeuerwehrverbandes Bautzen, deren Partner aus dem polnischen Bunzlau und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Burg/Kauper zu einem dreitägigen Erfahrungsaustausch getroffen haben. "Wir haben uns über das Löschen im unwegsamen Gelände ausgetauscht", war von Projektleiter Manfred Herzog zu erfahren. jul1

Die Bautzerner verbindet bereits eine langjährige Freundschaft mit den Polen, drei Kameraden aus Boleslawiec (Bunzlau) waren mit dabei. Sie sind aber auch mit den Burger Kameraden befreundet, sodass die schöne Umgebung des Spreewalds gewählt wurde.

Der Ehrenamtsbrandmeister des Amtes Burg Manfred Karolczak erläuterte am Freitagabend das Vorgehen bei Einsätzen in der Spreewaldlandschaft, schilderte Einsätze aus seiner langjährigen Erfahrung. Der Vortrag fand im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Burg/Kauper statt.

Am Sonnabendvormittag haben die Kameraden aus Sachsen, Brandenburg und Niederschlesien dann das Gelände mittels Kremser erobert. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gerätehaus in Burg stellten die Gäste aus der Oberlausitz das Löschen mit Düsenschlauch in schwer zugänglichem Gelände vor. "Wir haben damit vor allem auf unseren Munitions belasteten Truppenübungsplatz Königsbrück Erfahrugnen gemacht", erklärte Jan Brefka, der Referatsleiter für internationale Verbindungen beim Kreisfeuerwehrverband Bautzen, der gleichzeitig am Wochenende der Dolmetscher war.

Am Sonnabendnachmittag ging es für die Kameraden dann aufs Wasser. Das Löschen vom Kahn aus wurde erläutert und die Burger stellten den Gästen den Löschkahn von Leipe vor. Die Burger zeigten am Sonnabendabend ihre "Wasserträume". Die Erläuterungen hatten sie auch in Polnisch vorbereitet.

Es war ein Wochenende zum Erfahrungen sammeln, um sich im Ernstfall auch unter die Arme greifen zu können. " Für mich war das interessantes und lehrreiches Wochenende", betonte Matthias Lehmann von der Wehr Burg/Kauper. Auch der Burger Amtsbrandmeister Marcus Weber ließ sich diesen Workshop nicht entgehen: "Feuer macht vor Grenzen nicht Halt. Da ist es gut, wenn man sich kennt und auf gemeinsamer Grundlage handelt. Deshalb bin ich hier."