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| 14:09 Uhr

Fetter Fang in Cottbus
Angler aus Forst freut sich über Riesenkarpfen am Haken

 Steffen Noack freut sich über den fetten Graskarpfen. Der schwimmt inzwischen längst wieder im Wasser.
Steffen Noack freut sich über den fetten Graskarpfen. Der schwimmt inzwischen längst wieder im Wasser. FOTO: privat
Cottbus/Forst. Steffen Noack verbringt jede freie Minute an Brandenburger Gewässern. Jetzt hat er bei Cottbus einen dicken Fang gemacht. Dabei isst er nicht einmal Fisch. Der RUNDSCHAU verrät er, was er damit gemacht.

Steffen Noack (43) ist Angler aus Leidenschaft. Fast jedes Wochenende ist er in Brandenburg auf Tour, genießt die Natur an den Gewässern der Region und geht dabei seinem Hobby nach. Selten hat er dabei einen derart dicken Fisch am Haken wie jetzt in der Nähe von Cottbus: Dort zog er einen Graskarpfen aus dem Wasser, der stolze 132 Zentimeter lang war.

Gefangen hat der Maurer aus Forst das Tier früh morgens um 6.30 Uhr, den genauen Ort verrät er nicht, „Das ist wie beim Pilzesammeln. Die guten Stellen behält man lieber für sich.“ Der Drill – die Technik, mit der man den schweren Fisch zum Käscher bringt – habe rund 45 Minuten gedauert, erzählt Steffen Noack. „Graskarpfen sind keine Seltenheit, aber in der Größe schon, und schwer zu fangen“, sagt er. Das Gewicht des Fisches kann er schwer schätzen, im Lexikon werden bei dieser Größe rund 30 Kilogramm angegeben.

Um die Zubereitung musste sich der Forster keine Gedanken machen: „Ich esse eigentlich keinen Fisch“, gibt er lächelnd zu. Den Graskarpfen hat er kurz nach der Angelei wieder zurück ins Wasser geworfen. „Damit die Generationen nach uns auch noch schöne Fische im Wasser sehen können.“ Tierschützer verurteilen diese Art des Hobbyangelns, weil der Fisch dabei Schmerzen erleiden kann. Steffen Noack aber sagt: „Das ist eine sehr schonende Methode, die Wunde durch den Haken im Maul verheilt schnell.“

Manchmal braucht er drei Tage, um so einen kapitalen Fisch zu fangen, geschlafen wird dabei in einem Karpfenzelt in Tarnfarbe. Langeweile verspürt er dabei nie. „Ich bin ein großer Naturliebhaber und genieße die Zeit draußen.“ Gerade in der Nähe der Neiße kann er immer wieder Wölfe beobachten. „Das ist faszinierend – und niemals langweilig.“

(hil)