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| 19:24 Uhr

Fußballfieber in Peitz
Ein Hauch der Königlichen auf dem Peitzer Fußballplatz

 Jede Menge Spaß hatten der Nachwuchs im Real-Madrid-Fußballcamp in Peitz.
Jede Menge Spaß hatten der Nachwuchs im Real-Madrid-Fußballcamp in Peitz. FOTO: Marion Hirche
Peitz. 51 Mädchen und Jungen dribbeln, sprinten und schießen Tore beim Real-Madrid-Fußballcamp der SG Eintracht. Und sie fühlen Energie-Spieler Felix Geisler auf den Zahn. Von Marion Hirche

Für 51 Mädchen und Jungen aus Cottbus, Briesen, Werben, Burg, Drehnow, Komptendorf, Preilack, Holzhaus und Peitz war die letzte Ferienwoche eine ganz besondere. Die Sechs- bis 15-Jährigen verbindet eine Leidenschaft: der Fußball. Sie alle haben an einem Fußballcamp der SG Eintracht Peitz teilgenommen, das in Zusammenarbeit mit der Fundacion Real Madrid Clinic, der offiziellen Fußballschule der Königlichen, organisiert worden war. Dank der deutschen Außenstelle in Hamburg wurde der Wochenlehrgang für den Lausitzer Fußballnachwuchs möglich. Da die Peitzer nicht allein die geforderten 50 Teilnehmer stellen konnten, haben sie sich für die Region geöffnet, wie Vereinsvorsitzender Sebastian Bubner berichtet.

Geburtstagsgeschenk zum Zehnten

Für die Woche mussten die Eltern 229 Euro berappen. Dafür gab es für den Kickernachwuchs unter anderem Trikots, auf die die jungen Fußballer den eigenen Namen oder den ihres Lieblingsspielers drucken lassen konnten. Kroos oder Navas waren unter anderem zu entdecken. „Wir haben unseren Sohn Ludwig zum Geburtstag mit dem Fußballcamp überrascht“, erzählte Sven Krüger aus Werben. Ludwig feierte am vergangenen Mittwoch seinen zehnten Geburtstag, schwärmt für CR 7 (Ronaldo) und trainierte auch an seinem Ehrentag intensiv mit.

Papa Krüger hat selbst mal Fußball gespielt, war aber auch Trainer und schaute deshalb weit länger als nur kurz vorm Abholen seines Sohnes am Spielfeldrand zu: „Wie das hier abläuft, die Trainingsmethoden, das sollten sich viele Übungsleiter anschauen. Schade, dass fast nur die Gastgeber da sind“, meinte der Werbener.

 Fleißig trainiert wurde natürlich auch.
Fleißig trainiert wurde natürlich auch. FOTO: Marion Hirche

Straffes Training

Tim Blaga und Rafail Psatrius leitete im Auftrag der Madrider Fußballschule das Training , unterstützt von Peitzer Nachwuchstrainern. Es gab verschiedene Übungen, bei denen die Schussgeschwindigkeit, die Sprintlauf- und die Dribbelgeschwindigkeit geprüft wurden. Das genaue Zuspiel wurde immer wiederholt. „Wir haben aber auch ein paar neue Tricks gelernt“, waren sich die neunjährige Lena Ronneberger aus Peitz und der zehnjährige Gian Rademacher von Wacker Ströbitz einig. Es habe viel Spaß gemacht, so auch Matheo Scholz von Victoria Cottbus, Clemens Müller von Eintracht Peitz, Sarah Herzog von der SG Sielow und Jason Günther von Wacker Ströbitz.

Zufrieden waren auch Sebastian Bubner und Robert Schulz vom Gastgeber-Verein: „Nach dem Erfolg in diesem Jahr werden wir wohl auch 2020 wieder ein Fußballcamp durchführen.“

Besuch von Felix Geisler

 Energie-Spieler Felix Geisler steht den Nachwuchsfußballern Rede und Antwort.
Energie-Spieler Felix Geisler steht den Nachwuchsfußballern Rede und Antwort. FOTO: Marion Hirche

Ein Höhepunkt für die Campteilnehmer war der Besuch von Felix Geisler vom FC Energie Cottbus nach dem Training. Sie nutzten die Gelegenheit, um löcherten den jungen Spieler mit ihren Fragen. So erfuhren sie, dass Felix Geisler 22 Jahre alt ist, derzeit keine fest Freundin hat und einen ganz normalen VW fährt.

Seine Fußball-Karriere begann bei Blau-Weiß Vetschau, seit 2006 spielt er mit einem Jahr Unterbrechung bei Energie. Pele Wollitz hält er für einen sehr guten Trainer. In dieser Saison möchte er möglichst viele Tore schießen und Vorlagen geben. Am liebsten spielt er im zentralen Mittelfeld. Besonders freut er sich auf das Pokalspiel gegen die Bayern: „Die werden in Bestbesetzung kommen. Das Stadion wird ausverkauft sein, das wird super.“ Rangelov schätzt er sehr als Kapitän: „Er tut sehr viel für die Mannschaft.“ Freiwillig hat er an ihn die Rückennummer 8 abgetreten.

Geisler hält seinen jüngeren Bruder für ein großes Fußballtalent. Sein Herz schlägt auch für Liverpool und den HSV. Messi und Ronaldo sind für ihn die derzeit besten Fußballer. Ein Schlüsselbeinbruch in der A-Jugend war seine schlimmste Verletzung. Dem Nachwuchs sagte er, dass vor dem Spiel Kohlehydrate wichtig seien. Lediglich der Frage nach seinem Verdienst, war er ausgewichen. Nach der Fragestunde gab Geisler zig Autogramme.