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| 14:46 Uhr

Mit Tanz und Musik
Fehrower Kita feiert ihren 30. Geburtstag

Ramona Jacobick (r.) berichtete über die Kita-Geschichte.
Ramona Jacobick (r.) berichtete über die Kita-Geschichte. FOTO: Marion Hirche
Fehrow. Fast hätte die Einrichtung geschlossen werden müssen. Von Marion Hirche

Die Fehrower Kita „Male Myski“ hat am Wochenende den 30. Geburtstag des Gebäudes gefeiert. Eltern, Großeltern, Kinder und Erzieher kamen zur Party mit Glücksrad, Kinderkarussell, Bastelstube, Kaffeetafel und  Lagerfeuer. Zur  Eröffnung umriss Erzieherin Ramona Jacobick die Geschichte  des Gebäudes: „Die Nutzung als Kindergarten begann am 8. Dezember 1988. Es war ein Tag, an dem der neue, schöne und durch einen Anbau auch größere Kindergarten den alten in der Kiesse ablöste.“ Damals  besuchten 30 Kinder die Einrichtung und wurden umsorgt von vier Erzieherinnen, einer Köchin und zwei Hausarbeiterinnen. Geheizt wurde da noch mit der Kohleheizung.  Im Laufe der Jahre  gab es unterschiedliche Nutzungen, weil es weniger Kinder wurden. 1991 zog die Krippe mit ein, 1992 kamen die Hortknirpse dazu. Mädchen und Jungen aus anderen Dörfern kamen. Trotzdem drohte zur Jahrtausendwende, als hier auch der Jugendklub im Gebäude war, die Schließung. Die konnte abgewendet werden, die Anzahl der Kinder stieg wieder.

Heute besuchen  elf Krippen-, 21 Kindergarten- und 24 Hortkinder die Einrichtung, die seit 2004 den Namen „Male myski“ (kleine Mäuse) trägt.  Die Bezeichnung weist darauf hin, dass hier  sorbische Traditionen bewahrt werden, die Kinder  spielerisch an die Sprache herangeführt werden. Mäuse gelten als sich schnell vermehrend,  der Wunsch kommt zum Ausdruck, dass es möglichst viele Kinder geben möge. Nach der Rede begrüßten die Kinder ihre Eltern und Großeltern mit einen Programm mit Liedern in deutscher und wendischer Sprache. Die Kleinsten tanzten, die etwas Größeren erzählten von der „Eule mit der Beule“.

Große Freude gab es über ein Geburtstagsgeschenk, das Sigrid Slomke vom Schmogrower Traditionsverein überreichte: „Mit dem Kinderbänderbaum könnt ihr nun auch so tanzen wie wir Großen.“ Bürgermeister Joachim Emmrich bedankte sich für das Vertrauen der Eltern, bedankte sich für die Arbeit der Erzieher. Die Vorsitzende des in diesem Jahr gegründeten Fördervereins Doreen Tilgner  sprach im Namen der Väter und Mütter. Im Anschluss lud Kitaleiterin Katrin Buder zur Geburtstagsparty ein.  Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zündeten  ein wärmendes Feuer.

Linda Thiele aus Welzow freute sich, Ehemalige zu treffen: „Ich bin hier von 1989 bis 1994 in die Einrichtung gegangen. Jetzt habe ich selbst einen Sohn und bin dieses Jahr auch 30 geworden. Wir hatten hier eine gute Zeit. Ich erinnere mich noch an den Sportraum und an die Mutter-Kind-Spiele.“  Jana Bronisch aus Schmogrow weiß hier ihre drei Kinder gut aufgehoben: „Odette ist im Hort, Lisanne in der großen und Estelle in der kleinen Gruppe. Auch unsere zukünftige Tochter wird hierher gehen, weil es in der Einrichtung sehr familiär zugeht, die Kinder viel draußen sind.“ Ralf Apitz hat die Kita zur Wendezeit besucht. Heute kommen sein Nachwuchs in den Genuss der Fehrower Einrichtung: Mariella, Vanessa und Maximilian. Seine Frau Beate ist voll des Lobes: „Die Erzieher sind hier sehr liebevoll, die Kinder kommen jeden Tag voller Erlebnisse nach Hause. Hier lernen die Kinder  das Hahnrupfen und die Fastnacht kennen, das ist schon sehr schön“.