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| 18:05 Uhr

Landwirtschaft
Fehrow wird zum Paradies für Traktorenfans

Vor allem junge Traktorenfans waren am Wochenende beim 10. Treckertreffen in Fehrow begeistert, denn sie konnten viele Runden  mit den Ausstellungsstücken drehen. Auch Michael Marrack tuckerte mit Marvin (4) über das Ausstellungsgelände.
Vor allem junge Traktorenfans waren am Wochenende beim 10. Treckertreffen in Fehrow begeistert, denn sie konnten viele Runden  mit den Ausstellungsstücken drehen. Auch Michael Marrack tuckerte mit Marvin (4) über das Ausstellungsgelände. FOTO: Marion Hirche
Fehrow. 267 Fahrzeuge waren am Wochenende beim Jubiläumstreckertreffen in Fehrow dabei. Von Marion Hirche

Zum zehnten Mal trafen sich am Wochenende Treckerfreunde in Fehrow. Die Schlepperfreunde Fehrow  haben seit 2000 alle zwei Jahre  eine solche Veranstaltung auf die Beine gestelllt. Christian Munitzk, der Vorsitzende der Fehrower Gastgeber freute sich: „Wir haben wieder ein tolles Wochenende, das Wetter ist super, die Beteiligung ist gut, alle unsere Freunde sind hier. Und zum Jubiläum kann man wohl auch mal ein weißes Hemd tragen“, sagte er mit einem Strahlen in den Augen.

Die, die die Treppen der Gerüstbrücke mitten auf dem Platz hochkletterten, hatten den besten Blick auf die  ausgestellten Traktoren. Sie hatten aus sechs Metern Höhe gute Sicht auf die Fahrzeuge der Marken Fendt, John Deere, Deutz, Fahr und viele andere. Michael Marrack aus Schmogrow  tuckerte mit seinem Traktor mit Nachbarssohn Marvin an Bord über den Platz. „Ich bin auch schon mit meinem Opa Trecker gefahren und das macht richtig Spaß“, freute sich der vierjährige Knirps. Christa und Willi Sackrow aus Drehnow gehörten zu den vielen Besuchern, die nicht nur auf die Traktoren schauten, sondern auch die vielen Trödlerstände in Augenschein nahmen. „Ich interessiere mit für Landwirtschaftstechnik. Früher waren noch mehr Eigenbauten und noch ältere Fahrzeuge  zu sehen. Es hat sich aber trotzdem gelohnt, herzukommen“, betonte Willi Sackrow. Die Drehnower nahmen auch den  blauen Famulus von Manfred Hoblisch aus Bärenbrück in Augenschein. Sein Traktor wurde in Nordhausen gebaut und stammt aus dem Jahr1962. Hoblisch reiste mit Hänger an. Darauf hatte er zwei Pflüge und einen Egge geladen. „Mit dem Pflug habe ich etliche Hektar gemacht“, erklärte der Bärenbrücker.  Pferde haben bei der damaligen Arbeit die beiden Pflüge gezogen. Sie sind über 100 Jahre alt und nach wie vor einsatzbereit. Der Traktorfan ist nicht allein zum Treffen gekommen. Auch sein Sohn Ingo Hoblisch  aus Briesen war als Aussteller mit zahlreichen Fahrzeugen vertreten. Derweil fuhr Sebastian Schulz aus Sielow mit seinem Deutz mit den Neffen Finn und Luke über den Platz und  streifte dabei auch  das Gelände, wo sich ein altes „Raupenmonster“ durch den Sand fraß. Jürgen Knöfel und Horst Wenzke aus Branitz  stellten hier schon zum 3. Mal aus und lobten ausdrücklich den Kuchenstand.

Zu den Attraktionen des Jubiläums gehörte nicht nur die Aussichtsplattform, sondern auch der am Kran hängende Traktor. Die Schlepperbuben aus Groß Oßnig präsentierten ihren neuen  argentinischen Traktoroldie „Pampas“, den  Nando Günther in den vergangenen Monaten wieder  aufgemotzt hat.  Mit seinem Vereinskollegen  Klaus Buder hatten die Oßniger auch den Fünften der Traktoroldtimerweltmeisterschaft von 2017 in ihren Reihen. Der Dahlitzer hatte sich  unter 500 Teilnehmern aus elf Ländern beim Wettkampf im vergangenen Jahr in Österreich bis ins Spitzenfeld gekämpft. Er wird natürlich dabei sein, wenn die Groß Oßniger  Ende Juni am Spremberger Stausee ihr 6. Traktortreffen veranstalten. Udo Matzk, Kahnfährmann und Traktorenfan aus Burg, fasste beim Verlassen des Geländes zusammen, was fast alle dachten: „Man kann den Organisatoren nur zu dieser tollen Veranstaltung beglückwünschen. Das ist ein Mekka für alle Traktorenfreunde.“