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| 17:49 Uhr

Peitz
Abgeordnete streiten um Beleuchtung

Peitz. Nach Verfahrensfragen gibt es jetzt erst einmal gar keine neuen Lampen. Von Andrea Hilscher

Die Peitzer Stadtverordneten haben sich auf ihrer turnusmäßigen Sitzung im Rathaus einmal mehr einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Auslöser waren verschiedene Beschlussvorlagen aus dem Bauamt. Zunächst sollte über eine Erweiterung der Straßenbeleuchtung entlang des Stichweges an der Triftstraße abgestimmt werden. Eigentlich keine große Sache, da über die Beleuchtung der Triftstraße insgesamt bereits beraten worden war. Dennoch gerieten die Abgeordneten in heftigen Streit. Für den namenlosen Weg sieht die Din-Vorschrift zwei Lampen vor. Die Zusatzkosten dafür – etwa 3600 Euro – wollten einige Abgeordnete senken und nur eine Laterne aufstellen. Obwohl noch vor wenigen Wochen gefordert, stellten einige Vertreter im Rathaus das Beleuchtungsprojekt völlig infrage. Als dann auch noch Unklarheiten über das korrekte Verfahren aufkamen, zog Bauamtsleiter Jörg Exler die Vorlage zurück – und mit ihr drei weitere, die sich ebenfalls mit Beleuchtungsfragen befassten.

Anschließend brachte Horst Fillmer das Gespräch auf den letzten Bauabschnitt der Festungs-Sanierung und die damit verbundene Zuwegung zur Zitadelle. „Wir haben immer davon gesprochen, dass alle Grundstücke an dem Weg eine rückwärtige Zufahrt zu ihren Grundstücken bekommen“, so Fillmer. „Jetzt aber ist bei einem Grundstück genau vor die potenzielle Einfahrt ein Baum und eine Laterne gestellt worden.“ Bauamtschef Jörg Exler und Amtsdirektorin Elvira Hölzner begründeten dies damit, dass der Grundstückseigner gar keine Zufahrt gewollt habe. Fillmer konterte mit der Möglichkeit, dass das Grundstück irgendwann vielleicht einen neuen Besitzer bekommt, der dann nachträglich auf einer Zufahrt besteht. Jörg Exler verwies wütend darauf, das Fillmer selbst im Bauausschuss den entsprechenden Plänen zugestimmt habe. Die beiden tauschten gegenseitige Vorwürfe aus, bis Bürgermeister Jörg Krakow ein Einsehen hatte und die Debatte beendete.Beschlossen wurde dann noch die Fugensanierung in der Juri-Gagarin-Straße.