| 16:47 Uhr

Heizkraftwerk
FDP kritisiert das Votumzum Kraftwerks-Neubau

Cottbus. CDU betont Fortsetzung der Partnerschaft mit der Leag. Von Peggy Kompalla

Die Cottbuser FDP kritisiert den am Mittwoch vom Stadtparlament beschlossenen Neubau eines Gas-Heizkraftwerkes für die Stadtwerke – aus energiepolitischer und wirtschaftlicher Sicht. Parteichef Felix Sicker erklärt: „Zum einen wird durch die Nutzung des Rohstoffs Erdgas ein großer Teil der Wertschöpfungskette ins Ausland verlagert. Zum anderen ist es absolut nicht nachvollziehbar, warum man neben einem der größten Kraftwerke Deutschlands – ab dem Jahr 2020 2000 Megawatt  elektrisch – ein Heizkraftwerk mit einer thermischen Leistung von 50 Megawatt errichtet, die beim Kraftwerk Jänschwalde nahezu rund um die Uhr als Abfall anfällt.“ Er sei nicht überzeugt, dass die betriebswirtschaftliche Rechnung der Stadtwerke aufgeht.

Die CDU-Fraktion hält dagegen: „Die maximale benötigte Braunkohlenmenge für das Braunkohle-Heizkraftwerk entspricht etwa 0,3 Prozent der jährlichen Leag­Braunkohlefördermenge.“ Verglichen mit der vom Bund beschlossenen Stilllegung der zwei Kraftwerksblöcke in Jänschwalde in den Jahren 2018 und 2019 sei dies ein verschwindend kleiner Anteil und „ohne Einfluss auf die Beschäftigtenlage im Lausitzer Kohlerevier“. Solange das Kraftwerk Jänschwalde existiert, bleibe die Fernwärmelieferung nach Cottbus erhalten. „Der Lieferumfang wird nicht reduziert.“

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