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| 18:48 Uhr

Auftakt am Dienstag
Fast 250 000 Euro Schaden: Betrugsprozess im BER-Umfeld

Der Hauptstadtflughafen BER kommt nicht aus den Schlagzeilen.
Der Hauptstadtflughafen BER kommt nicht aus den Schlagzeilen. FOTO: dpa / Christophe Gateau
Cottbus. Erneut beschäftigt der Hauptstadtflughafen BER die Justiz. In einem Betrugsprozess gegen einen Unternehmer geht es am Landgericht Cottbus um falsche Rechnungen.

Ein Unternehmer steht im Verdacht, für Rohbauleistungen am Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) falsche Rechnungen gestellt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Cottbus wirft dem Mann Betrug im besonders schweren Fall vor. Am Dienstag (22. Mai, 10.00 Uhr) beginnt der Prozess, wie das Landgericht Cottbus ankündigte. Der Flughafengesellschaft soll ein Schaden in Höhe von annähernd 250 000 Euro entstanden sein.

Zu dem Betrug soll es im Jahre 2012 gekommen sein. Der heute 53-Jährige soll damals eine Baufirma in Berlin betrieben haben, die unter anderem Brandschutz-, Maurer- und Betonarbeiten anbot, wie es im Gericht heißt. Das Unternehmen soll für Rohbauleistungen am BER - für Fluggastterminal und Piers - tätig gewesen sein.

Ab April 2012 soll der Mann an eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Abschlagsrechnungen übersandt haben, die fehlerhaft gewesen sein sollen. Die abgerechneten Arbeitsstunden sollen gar nicht oder nicht in vollem Umfang geleistet worden sein. Die Arbeitsgemeinschaft soll im Vertrauen auf die Richtigkeit die Rechnungen bezahlt und an die Flughafengesellschaft weitergegeben haben, so die Vorwürfe nach Gerichtsangaben.

Das Landgericht hat bislang für den Prozess Verhandlungstermine bis Anfang Juni vorgesehen. Zum Prozessauftakt sind zwei Zeugen aus der Flughafengesellschaft beziehungsweise der Arbeitsgemeinschaft geladen. Der Angeklagte befindet sich nicht in Untersuchungshaft. Ob es sein Unternehmen noch gibt, blieb zunächst unklar.

(dpa/bob)