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Verband Deutscher Falkner
Fasanenjagd mit Greifvögeln

Falkner des Landesverbandes Brandenburg (Verband Deutscher Falkner) im Auerochsenreservat in der Spreeaue Döbbrick.
Falkner des Landesverbandes Brandenburg (Verband Deutscher Falkner) im Auerochsenreservat in der Spreeaue Döbbrick. FOTO: Michael Helbig/mih1
Cottbus. Am Samstagmorgen gingen Falkner des Landesverbandes Brandenburg (Verband Deutscher Falkner), der im Moment zwölf Mitglieder hat, im Auer ochsenreservat in der Spreeaue Döbbrick in zwei Gruppen mit elf Greifvögeln und fünf Hunden (ohne Waffen) auf die Beiz-Jagd. Gejagt wurden vor allem Enten und Fasane. Michael Helbig

Zu jenen, die sich nach der Jagderöffnung durch den Vorsitzenden des Landesverbandes Brandenburg des Verbandes Deutscher Falkner, Dietmar Knick, und dessen Geschäftsführer Andreas Lehmann in die Reihe der Falkner eingliederten gehörte auch Manfred Werner mit seinem Rothabicht Terzel, den er erst seit einem halben Jahr für die Beiz-Jagd trainiert. "Die Falknerei hat mich schon seit der Kindheit interessiert", erzählte er am Rande der diesjährigen Beiz-Jagd in der Döbbricker Spreeaue. "Zu DDR-Zeiten gab es nicht so viele Möglichkeiten, sich einen eigenen Raubvogel anzuschaffen. Vor sieben Jahren habe ich die Falkner-Prüfung abgelegt, und seit einem halben Jahr habe ich auch einen eigenen Habicht, obwohl ich schon seit 1978 Jäger bin", fügte Manfred Werner stolz hinzu.

Auch wenn Jessica Lehmann selbst nicht Falknerin ist, interessierte sie sich am Samstag für das Geschehen im Döbbricker Auer ochsenreservat. "Mein Papa An dreas Lehmann ist heute bei der Jagd dabei, und so bin ich mit meinem Freund Jörg Leopold, der in Hoyerswerda wohnt, hergekommen. "Ich bin durch meinen Papa mit der Falknerei aufgewachsen. Dadurch, dass ich zehn Jahre in Spremberg und in Sachsen gelebt habe, war der Kontakt etwas verloren gegangen. Aber jetzt freue ich mich, wieder dabei zu sein." Das wird sicher nicht nur Papa Andreas, den Geschäftsführer des Landesverbandes Brandenburg der Falkner, gefreut haben, der, schon seit 40 Jahren Falkner ist und am Samstag mit seinem fünf Jahre alten Wüstenbussard auf die Jagd ging. "Es ist schön, dass wir heute im Auerochsenreservat jagen dürfen. Hier liegen drei Jagdgebiete nebeneinander, und von den Pächtern haben wir die Jagd-Erlaubnis für den heutigen Tag bekommen", erklärte der passionierte Falkner begeistert.

Er fügte hinzu, dass die Brandenburger Falkner vor ihrer Jahreshauptversammlung am Abend in Byhleguhre beim traditionellen Streckelegen und am abendlichen Lagerfeuer nur auf einen erlegten Fasan verweisen konnten. Doch sei das gar nicht so entscheidend. "Am Ende ist unser Hobby wichtig für die Natur. Denn die Beizjagd, auch Falknerei genannt, ist das Ausbilden, die Pflege und das Jagen mithilfe eines Greifvogels und damit eine ökologische Jagd-Form. Und oft ist die Beizjagd an Orten wie Friedhöfen, Parkanlagen oder Flugplätzen erwünscht, an denen die Jagd-Waffen ruhen".