Dabei wurde eine Frau so schwer verletzt, dass sie bleibende Schäden befürchten muss. Das Gericht verurteilte den Mann deshalb in diesem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung und entzog ihm für drei Jahre die Fahrerlaubnis.Außerdem sprach die Kammer den Angeklagten, der seine Zulassung als Anwalt im vergangenen Jahr freiwillig zurückgegeben hatte, wegen beruflicher Untreue, Vermögensdelikte, Betruges und Beleidigung schuldig. Der Mann erhielt die Strafe auch deshalb, weil er nach Überzeugung des Gerichtes in seiner früheren Tätigkeit als Geschäftsführer die Insolvenz seiner Firma verschleppt hat. Zudem habe er Mitarbeitern Arbeitsentgelt vorenthalten. Der Beschuldigte hatte einige der Vorwürfe gestanden.

Mit dem Urteil blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Anklage hatte dreieinhalb Jahre Haft und vier Jahre Berufsverbot gefordert. Die Verteidigung plädierte für eine Strafe, die zur Bewährung ausgesetzt werden kann, das wären bis zu zwei Jahre. Wegen der langen Verhandlungsdauer seit Oktober 2009 gelten vier Monate der verhängten Strafe als vollstreckt, sodass der Angeklagte nur für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis müsste. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.