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| 13:57 Uhr

Sorben in der Lausitz
Eltern-Petition für Erhalt des Sorbisch-Unterrichts

34 381 Mal ist der Petition „Wir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!“ bisher online zugestimmt worden. Am Freitag hat die Sprecherin der Initiative Kathleen Komolka (3.v.r.) in Cottbus eine Petition an den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Pal Csaky (r.) aus der Slowakei übergeben.
34 381 Mal ist der Petition „Wir Eltern kämpfen für den Sorbisch-Unterricht unserer Kinder!“ bisher online zugestimmt worden. Am Freitag hat die Sprecherin der Initiative Kathleen Komolka (3.v.r.) in Cottbus eine Petition an den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Pal Csaky (r.) aus der Slowakei übergeben. FOTO: Medienhaus Lausitzer Rundschau/Ch. Taubert / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Cottbus. Online-Initiative überreicht Forderungen in Cottbus an EU-Parlamentarier. Bisher 34 381 Unterstützer im Internet. Von Christian Taubert

Eine Elterninitiative hat sich am Freitag in Cottbus öffentlich stark gemacht für den Erhalt des Sorbisch-Unterrichts in der brandenburgischen Lausitz. Eine entsprechende Petition, die im Internet bisher 34 381 Unterstützer gefunden hat, wurde an den Europa-Abgeordneten Pal Csaky (EVP) übergeben. „Wir wollen, dass der Sorbisch-Unterricht für unsere Kinder erhalten bleibt“, sagte die Sprecherin der Initiative Kathleen Komolka. Der Slowake Csaky versicherte, dass sich der Petitionsausschuss des EU-Parlaments mit dem Anliegen der besorgten Eltern beschäftigen und sie Antwort erhalten werden.

Drei EU-Parlamentarier waren in dieser Woche in Potsdam und der Lausitz auf Sondierungsreise, wie es Pal Csaky während einer Pressekonferenz im Lindner Congress Hotel Cottbus bezeichnete. Denn der Petitionsausschuss des Europaparlaments hat zwei Eingaben in Brüssel auf dem Tisch liegen, die sich auf Auswirkungen des Braunkohlebergs auf den politischen und rechtlichen Schutz der sorbischen/wendischen Minderheit in der Region beziehen. Dabei geht es auch um die Verschmutzung der Spree.

Pal Csaky, der in Cottbus die abgestimmte Auffassung der „Sondierer" unterschiedlicher Parteien vortrug, ließ keinen Zweifel, dass Antworten nicht einfach aus Brüssel gegeben werden könnten. Er verwies vielmehr auf notwendige Gespräche im Potsdamer Landtag und in drei Landesministerien. „Dennoch ist uns noch nicht alles glasklar geworden“, betonte der EU-Abgeordnete. „Deshalb werden wir jetzt noch Informationen von der Bundesregierung zur Braunkohle und deren Zukunft einholen.“ Das Problem sei so komplex, dass der Petitionsausschuss ohne Stellungsnahme der Bundesregierung keine ausgewogene Antworten an die Einreicher der Petitionen senden kann.