Erschreckend ist der Hass in vielen Köpfen, ist das Beleidigen und das Beleidigtsein“, mahnte Kelch am Samstag zum Auftakt einer Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung. „Ich erwarte von allen Cottbusern eine Abkehr von politischem Extremismus jeder Art und eine Abkehr von Hass und Gewalt.“ Daher wolle die Politik in Bürgerversammlungen in sechs Stadtteilen von den Sorgen und Nöten der Bürger im Umgang mit den Flüchtlingen erfahren.

Vor dem Stadthaus beteiligten sich etwa 120 Teilnehmer an einer Demonstration des Vereins „Zukunft Heimat“ gegen die Zuwanderung. Cottbus hat in den vergangenen Jahren mehr Flüchtlinge aufgenommen als andere Kommunen. „Wir können vielen Kindern derzeit keine Kitaplätze bieten und Schulklassen platzen aus allen Nähten“, räumte der Oberbürgermeister ein. Er appellierte an die Landesregierung, der Stadt notwendige finanzielle Mittel für die Integration der Flüchtlinge zu zahlen.

Bildergalerie Außerordentliche Tagung der Cottbuser Stadtverordnetenversammlung mit Bürgerdialog „Cottbuser reden über Cottbus“ am Samstagvormittag im Stadthaus am Erich Kästner Platz und gleichzeitige Kundgebung des Vereins „Zukunft Heimat“ auf dem gegenüberliegenden Parkplatz zwischen Werner- und Bahnhofstraße.