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| 20:25 Uhr

Bürgermeisterwahl in Drebkau
„Nicht im Topf, in dem es kochen muss“

Torsten Richter zieht für die Linke in den Bürgermeister-Wahlkampf.
Torsten Richter zieht für die Linke in den Bürgermeister-Wahlkampf. FOTO: Torsten Richter
Torsten Richter geht für die Linke ins Rennen um den Bürgermeisterposten in Drebkau. Richter will konkrete Konzepte für die Entwicklung der Stadt – denn nur so könne man die Bürger mitnehmen. Von Daniel Schauff

Herr Richter, warum haben Sie sich entschieden, fürs Bürgermeisteramt zu kandidieren?

Richter In den letzten zehn, zwölf Jahren habe ich immer wieder gedacht: Es tut so weh, wenn vorhandene Sachen einfach einschlafen und gute Ansätze nicht umgesetzt werden können. Ich habe mich auch deshalb bei der vergangenen Kommunalwahl aufstellen lassen und bin Ortsvorsteher und Stadtverordneter geworden und konnte viele Dinge positiv nach vorn bewegen. Als Bürgermeister sehe ich die Möglichkeit, diese Arbeit fortzusetzen und noch mehr positiv zu beeinflussen.

Warum sollen die Wähler ein Kreuz bei Ihrem Namen machen, nicht bei einem der drei anderen Kandidaten?

Richter Was mich von den anderen Kandidaten unterscheidet: Ich bin Betriebswirtschaftler, Teamleiter und habe Personalführung gelernt. Ich bin viel rumgekommen und habe die Erfahrung gemacht, dass man nicht nur danach schauen sollte, wer welchen Leumund hat, sondern wer welche Fähigkeiten hat. Das, glaube ich, ist in Drebkau auch nötig. Durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Ortsvorsteher in Drebkau habe ich gelernt, wie es hier läuft. Die Summe dieser Fakten kann so, glaube ich, keiner der anderen Kandidaten bieten.  Ich habe aber auch einen großen Respekt vor dieser definitiv nicht leichten Aufgabe.

Sie unterstützen die Pläne für ein Schulzentrum – warum braucht Drebkau dringend eine weiterführende Schule?

Richter Wir sind von allen weiterführenden Schulen im Kreis ungefähr gleich weit entfernt. Im Ü7-Verfahren geht es nicht nur um Leistung, sondern auch um Entfernung. Unsere Kinder fallen dadurch oft hinten runter. Dazu kommt die Fahrzeit, mindestens eine Stunde hin und eine Stunde zurück – Freizeit ist dadurch für viele kaum noch vorhanden. Ein Schulzentrum in Drebkau ist die Infrastruktur, die wir brauchen – für unsere Kinder und Eltern. Neben vielen anderen Aspekten ist dies auch lebenswichtig für den Nachwuchs unserer Vereine und zum Beispiel auch der Feuerwehr.

Was muss sich Ihrer Meinung nach in Drebkau dringend ändern?

Richter Eine Aufgabe, die ich mir als Bürgermeister auf die Fahne schreiben würde, ist, die Ortsteile näher zusammenzubringen. Einige gute Ansätze gibt es, aber es ist noch nicht in dem Topf, in dem es kochen muss.  Was mich oft auch ärgert: Kaum ist ein wenig Geld da, wird  – ohne zum Beispiel nach der Nachhaltigkeit zu fragen – gehandelt. Hier braucht es mehr konkretere Konzepte und von der Politik festgelegte Ziele. Wenn ein Plan da ist, dann kann man dem Bürger auch erklären, was passiert und wann.

Was macht Ihrer Ansicht nach Drebkau aus?

Richter Ich bin in Drebkau geboren, lebe hier seit dem ersten Monat meines Lebens. Besonders die gute Mischung aus ländlichem Flair und einer guten städtischen Infrastruktur ist für viele ein Argument, sich hier wohl zu fühlen. Ich will hier auch nicht alles umdrehen, es gibt bereits viele gute Ansätze, die will ich als Bürgermeister zusammenführen und innerhalb eines innovativen Gesamtkonzepts realisieren.

Mit Torsten Richter
sprach Daniel Schauff

Bürgermeisterwahl 2c
Bürgermeisterwahl 2c FOTO: Janetzko, Katrin / LR