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| 18:47 Uhr

Erster Beton
Es geht vorwärts am Cottbuser Wasserspielplatz

Noch fließt Beton statt Wasser, doch das ist gut so. Hier wird der Unterbau für den künftigen Wasserspielplatz gegossen. Im ersten Bauabschnitt wird der Verlauf der Spree von der Quelle bis zum Spremberger Stausee nachgebildet.
Noch fließt Beton statt Wasser, doch das ist gut so. Hier wird der Unterbau für den künftigen Wasserspielplatz gegossen. Im ersten Bauabschnitt wird der Verlauf der Spree von der Quelle bis zum Spremberger Stausee nachgebildet. FOTO: LR / Peggy Kompalla
Cottbus. Voraussichtlich in vier Wochen wird der erste Bauabschnitt fertiggestellt und soll auch schon bespielt werden können. Die Bürgerstiftung sammelt weiter Geld für die Fertigstellung. Von Peggy Kompalla

Der Beton blubbert aus dem Mischer und ergießt sich in einen dickflüssigen See. Darin stehen zwei Mitarbeiter von Jens Brand. Der Chef der Cottbuser Felsenbau-Firma built a rock schaut zufrieden zu, wie die Männer die Masse gleichmäßig verteilen. Das Ganze erinnert an die Matsch-Spiele in Kindertagen. Für den erfahrenen Felsenbauer ist das Prozedere allerdings der Unterbau für den ersten Bauabschnitt des neuen Wasserspielplatzes am Eliaspark. „Obendrauf kommt noch eine Schicht Beton, in die wir schon die Rinnen legen. Das wird dann die Spree“, erzählt er. Vor seinem Auge ist der Wasserspielplatz längst fertig. In vier Wochen wird es voraussichtlich tatsächlich so weit sein, und das erste Wasser kann fließen – zumindest im ersten Abschnitt. Zwei weitere folgen in den nächsten Jahren.

Im ersten Bauabschnitt wird der Verlauf des Flusses von der Quelle bis zum Spremberger Stausee nachgebildet. Jens Brand zeigt auf das Gebilde am Ende des Betonsees. „Das ist Quellgebirge, das Oberlausitzer Bergland.“ Aus dem Huckel ragt ein Stahlgeflecht, und drei blaue Schläuche recken sich in die Luft. Das werden die drei Zuflüssen der Spree. „Die LWG hat in der vergangenen Woche den Trinkwasseranschluss gelegt. Deshalb können wir jetzt loslegen“, erzählt Brand. Die Arbeit dürfte jetzt recht schnell weitergehen. „In der nächsten Woche machen wir schon mit dem Spritzbeton weiter. Das bedeutet: Es geht schon an die Gestaltung.“ Das Flussbett haben die Männer am Freitag gelegt. In vier Wochen, so hoffen die Felsenbauer, kann die Spree im Eliaspark angestellt werden.

Dass die Arbeiten nun auch deutlich sichtbar sind, freut Peter Albert. Er ist der Chef der Bürgerstiftung Cottbus und Region. Sie hat sich die Erneuerung des Wasserspielplatzes auf die Fahnen geschrieben. Das Gesamtprojekt kostet immerhin rund 250 000 Euro. Der erste Bauabschnitt schlägt mit etwa 100 000 Euro zu Buche. „Das ist der kostenaufwendigste“, erklärt Peter Albert. „Das liegt insbesondere an der ganzen Wassertechnik, die für die gesamte Anlage nötig ist.“ Der zweite Bauabschnitt wird den Cottbuser Ostsee und den Spreewald umfassen. Der dritte dann den Spreeverlauf bis nach Berlin abbilden.

Seitdem im Eliaspark gearbeitet wird, sei es auch einfacher geworden, Sponsoren von dem Projekt zu überzeugen. Aber nicht nur Firmen spenden Summen, Material oder Arbeitskraft. Ganz im Sinne der Bürgerstiftung zähle jeder Euro. „Wir haben in der Stadt auch Sammeldosen aufgestellt“, sagt der Stiftungschef. „Da kommt immer wieder Einiges zusammen.“