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Es fehlt noch Geld für die Flamingolagune

Demnächst sollen die Flamingos in ihre neue Heimat im Cottbuser Tierpark einziehen.
Demnächst sollen die Flamingos in ihre neue Heimat im Cottbuser Tierpark einziehen. FOTO: Pozar/zar1
Cottbus. Der Cottbuser Tierpark soll eine neue Attraktion bekommen: eine Flamingolagune. Sie entsteht in unmittelbarer Nähe zum Vogelhaus und soll eine der größten Anlagen dieser Art, die es in Europa gibt, werden. jul1

Der Verein der Freunde und Förderer des Cottbuser Tierparks hat sich die Errichtung dieses Flamingoparadieses auf die Fahnen geschrieben. Bereits im Vorjahr gab es die Erd- und Wasserbauarbeiten, die für die Riesenvoliere nötig sind. In enger Abstimmung mit dem Direktor des Tierparks Dr. Jens Kämmerling ist die Gestaltung vorgenommen worden. Insgesamt kostet das Projekt 130 000 Euro. Die nötigen Mittel sammelt der Förderverein über Spenden. Bei dem jetzigen Treffen mit Sponsoren konnten diese sich vom Baufortschritt auf der Anlage überzeugen. Die Wasseranlagen sind fertig, viele Pflanzen sind gut angewachsen, der Zentralmast für die Überspannung ist zur Hälfte fertig, die Pfähle für den Zaun sind eingelassen. "In den nächsten Tagen wird der Mast noch um neun Meter erhöht, das Netz über die Voliere gespannt und dann der Zaun fertiggestellt. Das Flamingozuhause bekommt einen doppelten Eingang und drin soll über die Wasserstellen eine Brücke führen, die bisher nur mit Behelfsplatten existiert. Es ist also noch genug zu tun, aber es ist alles vorbereitet. Bis zur Vollendung fehlen uns noch etwa 30 000 Euro", war von Thomas Kung, Mitglied des Vereinsvorstandes zu erfahren. Helmut Schmidt, der Vereinsvorsitzende, wies auf die Besonderheiten der Lagune hin: "Hier wird es eine Plattform geben mit Blick auf die Brutinsel der Vögel. Zudem hoffen wir, dass der Nachwuchs der jetzigen Flamingos, deren Flügel ja gestutzt sind, hier frei fliegen kann. Flamingos im Flug beobachten, das ist was ganz Einmaliges."

Der Cottbuser Tierpark hat eine ganz besondere "Flamingo-Tradition". Hier wurden erstmals in der DDR Chile-Flamingos gezüchtet. Als einzige Einrichtung gab es in Cottbus Kuba-, Chile- und Rosaflamingos. Heute leben hier 40 Kubaflamingos, die sich im Moment auf sehr engem Raum drängen. "Eigentlich wollten wir schon im Frühjahr mit der Anlage fertig sein. Das haben wir nicht geschafft und so ist die Brutzeit nun vorbei, also erst 2018 wird es Nachwuchs der rosa Stelzenfüßer auf der neuen Anlage geben", sagte Dr. Helmut Schmidt.