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| 01:04 Uhr

Erstmals trommelten die Hufe der Stollenreiter in Golschow

Eine helfende Hand geleitete bei der Premiere des Golschower Stollenreitens den jüngsten Starter ins Ziel.
Eine helfende Hand geleitete bei der Premiere des Golschower Stollenreitens den jüngsten Starter ins Ziel. FOTO: Foto: Rudolf Neuland
Golschow.. Die Stollenreiter haben am Wochenende Station in Golschow gemacht. Beim fünften von elf Vergleichen erlebten hunderte Pferdefreunde schönen Sport. Ponys, Warm- und Kaltblüter brachten die Zuschauer zum Jubeln. Franz Koalick war der unbestrittene Star des 1. Ronald Ufer

Stollenreitens in Golschow. Obwohl nur Vierter im Wettbewerb der Ponys bis 1,10 Metern Größe flogen ihm die Herzen der Zuschauer zu. Der mit drei Jahren jüngste Starter war nur wenige Zentimeter größer als das Pferd Molly. Sein Onkel lief am Zügel mit, so dass der kleinste Spross der Reiterdynastie Koalick sicher ins Ziel kam. Franz hatte nach einigen Bitten und weil Geschwister und Verwandte mitritten, eine Startnummer erhalten. Das Rennen trug ihm einen Eichenlaubkranz mit Sonnenblume und ein Siegeremblem ein.
Der Traditionsverein Golschow machte es möglich, dass die Freizeitreiter mit Großpferden, Voll- und Kaltblütern und Ponys auf der Tour durch elf Orte im Dorf bei Drebkau Station machten. „Ich bin sehr zufrieden mit der Resonanz auf die erste Veranstaltung“ , sagte Kathrin Koalick vom Traditionsverein der RUNDSCHAU. „Neben Golschowern kamen zahlreiche Einwohner aus Drebkau. Auch viele Sponsoren haben sich engagiert, sonst wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen.“
Eine mehr als einen Kilometer lange und zehn Meter breite Bahn und viele Absperrungen wurden von Firmen und freiwilligen Helfern gezogen. Schon am Samstag gab es einen Reiterball. 2004 Jahr will der Traditionsverein wieder ein Rennen austragen und dann das Rahmenprogramm am Samstag noch aufstocken.
Zufrieden war auch der Stollenreiterverein. „Wir tragen diese Wettkämpfe schon seit 1993 aus. Bei den Auftakt- und Abschlussrennen kommen 60 und mehr Starter zusammen, sonst 40 bis 50, Golschow spielte mit 42 Startern bei der Premiere eine gute Rolle“ , konstatierte Vereinsmitglied Fritz Müller. Die Serie mit Distanzen bis zu 1000 Metern begann am 15. Juni in Dollenchen und endet am 14. September in Muckwar. „Unser Verein bereitet die Wettkämpfe vor, für die einzelnen Veranstaltungen benötigen wir Unterstützung vor Ort“ , betonte Müller. Dorfklubs, Reit- und Traditionsvereine übernehmen jeweils ein Rennen in ihre Regie. Die Zahl wächst.
Seinen Ursprung hat das Stollenreiten laut Müller in kleinen Wettbewerben nach dem sommerlichen Baden und Tränken der Pferde. Alle Reiter beteiligen sich aus Spaß an diesem Sport, einige Familien wie die Koalicks mit erfolgreichen Teilnehmern in fast allen Disziplinen.