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| 13:29 Uhr

Aus dem Gericht
Erstes Urteil im Maskenmann-Prozess

Cottbus. Dreieinhalb Jahre Haft für den Überfall auf einen Imbiss. Von Andrea Hilscher

Im Prozess gegen Christian W., der mit einem Komplizen einen Asia-Imbiss in der Straße der Jugend überfallen hat, ist jetzt ein Urteil gefallen. Wie Susanne Becker, stellvertretende Pressesprecherin am Cottbuser Landgericht, mitteilt, wurde der Angeklagte wegen schwerer gemeinschaftlicher räuberischer Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Die Staatsanwaltschaft hatte sechseinhalb Jahre Haft ohne Unterbringung in einer Suchteinrichtung gefordert. Beendet sind die juristischen Konsequenzen weder für Christian W. noch für seinen Komplizen. Die Hauptverhandlung gegen diesen steht noch aus.

Außerdem muss sich das Duo wegen eines Überfalls auf Jugendliche und zwei Pizzaboten vor Gericht verantworten. Die Überfallserie hatte im Oktober für ein paar Tage die Stadt in Atem gehalten. Die Opfer kämpfen noch heute mit der Verarbeitung des Geschehenen. Von Schlafstörungen, Alpträumen und Angstzuständen hatte etwa Paul M. (18) am ersten Prozesstag berichtet. Er war am Tatabend Gast im Asia-Imbiss, hatte von einem der Täter eine Pistole an die Schläfe gehalten bekommen. hatte. „Ich hoffe, dass die Täter eingesperrt werden, damit ich mich nicht mehr fürchten muss“, hatte der Inhaber des Asia-Imbiss am zweiten Prozesstag gesagt.