ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:28 Uhr

Erster Spatenstich für Cottbuser Wasserspielplatz

Schaufeln hoch: Der Postkutscher passt auf, wie Bürgerstiftungschef Peter Albert, Ragnar Nowak von den Felsenbauern, Messechefin Daniela Kerzel, Oberbürgermeister Holger Kelch, Sparkassen-Direktor Jens Gerards und UKA-Chef Guido Hedemann den ersten Spatenstich für den Wasserspielplatz setzen.
Schaufeln hoch: Der Postkutscher passt auf, wie Bürgerstiftungschef Peter Albert, Ragnar Nowak von den Felsenbauern, Messechefin Daniela Kerzel, Oberbürgermeister Holger Kelch, Sparkassen-Direktor Jens Gerards und UKA-Chef Guido Hedemann den ersten Spatenstich für den Wasserspielplatz setzen. FOTO: red
Cottbus. Der Sommer ist am Dienstag in die Lausitz zurückgekehrt – passenderweise zum großen Termin im Eliaspark. Dort beginnt am frühen Nachmittag die Arbeit am neuen Wasserspielplatz mit einem symbolischen Spatenstich. Peggy Kompalla

Von der alten Attraktion sind nur vereinzelte, halb verwitterte Holz-Klettergerüste übriggeblieben. Wasser plätschert dort seit vier Jahren nicht mehr. Das soll sich endlich ändern. Die Bürgerstiftung Cottbus und Umgebung hat sich das Projekt auf die Fahnen geschrieben, wirbt dafür und sammelt Geld. Doch damit das Wasser wieder fließen kann, sind mindestens 100 000 Euro nötig. Das erklärt Stiftungschef Peter Albert. Bislang liegen auf dem Spendenkonto allerdings gerade einmal 15 000 Euro.

Aber auch damit sei ein Anfang machbar, versichert Peter Albert. Das Projekt soll modulweise umgesetzt werden. Die Cottbuser Felsenbauer build a rock sind bereits in Vorleistung gegangen, haben einen Entwurf vorgelegt, der alle Beteiligten überzeugte. Auf dem neuen Wasserspielplatz soll die Spree von den Quellen in der Oberlausitz bis zur Mündung in Berlin nachempfunden werden - inklusive des Ostsees (siehe Grafik).

Die Felsenbauer sind versierte Spielplatzbauer, ihre Arbeit bundesweit gefragt. Projektleiter Ragnar Nowak berichtet: "In der vergangenen Woche wurde in Moers der Rhein abgenommen." Er lacht und schiebt nach: "Ohne eine Beanstandung ist er am Samstag in Betrieb gegangen." Das Unternehmen hat den Fluss in der Stadt im Ruhrgebiet für einen Wasserspielplatz nachgebaut. "Das war auch die Ideenvorlage für Cottbus", sagt Nowak.

Denn aufgrund der Hygienevorschriften ist stehendes Wasser auf einem Spielplatz verboten. Neben technischen Problemen war das einer der Hauptgründe für die Außerbetriebnahme des alten Wasserspielplatzes, der für die Bundesgartenschau 1995 errichtet worden war und mehrere Generationen von Kindern glücklich gemacht hat.

Genau auf die Kinder, die jetzt selbst Kinder haben, setzt Stiftungschef Albert. "Wir hängen vom Spendenzulauf ab. Kleine und große Spenden helfen. Auch Sachspenden sind gern gesehen - egal ob Material oder Dienstleistungen." Durch eine Anschubfinanzierung der Sparkasse Spree-Neiße sei nun der Start möglich, um die Grundlagen für die Wassertechnik zu legen. "Ab August wird hier auch ein Bauzaun stehen." Die Lausitzer Wasser GmbH beteiligt sich an dem Projekt, schließlich ist eine neue Leitung dafür notwendig.

Die Unterstützung der Stadt sei der Bürgerstiftung gewiss, versichert Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). In Richtung Peter Albert sagt er: "Darauf haben Sie mein Wort." Die Verwaltung steuere ihr Wissen und die fachliche Begleitung bei. "Das ist ein Projekt der Bürger. Deshalb kann auch ich nur um Spenden werben."

Mit allen Attraktionen wird der Spielplatz 270 000 Euro kosten.