Insbesondere die Brüder Michael und Robert Gerwitz sowie Toni Miersch verdienten sich Bestnoten. Die Neißestädter profitierten bereits in der 9. Minute von einem kapitalen Schnitzer des Gästekeepers, der die Kugel durch die Arme rutschen ließ, was Sascha Prüfer zum 1:0 abstauben ließ. Die schnelle Führung kam natürlich der Gubener Taktik entgegen und die Mannschaft fühlte sich in ihrem Element. So wurde den Revier-Kickern bis zur 25. Minute mächtig eingeheizt und Oliver Nitschke mit einem Konter (18.) und Ronny Jüngel, per Freistoß, den der FSV-Torwart großartig parierte, hatten das 2:0 auf dem Fuß. Erstmals richtig eingreifen musste Gubens Keeper Christian Jakob erst in der 45. Minute, indem er einen Kopfball entschärfte. Routinier Jörg Woltmann war es schließlich vorbehalten, mit einem Freistoß in der 70. Minute die Vorentscheidung zu erzwingen. Einem Lattenknaller der Gäste in der 75. Minute hatten die FC-Kicker noch zwei weitere Möglichkeiten entgegenzusetzen. 1.FC Guben: Jakob - Tofil - R. Gerwitz, Miersch - M. Gerwitz, Galas, Nitschke, Neumann, Woltmann - S. Prüfer, Jüngel (80. Woigk).
Ludwigsfelder FC II - SV Döbern 8:1 (2:1). Peter Prohaska hatte zwar den ersten schwierigen Kopfball zu meistern, doch Christian Struck war in der 11. Minute, durch einen Freistoß von Silvio Schütze bedient, mit dem Führungstreffer zur Stelle. Um diesen Vorteil zu nutzen, war die Truppe aber diesmal nicht abgeklärt genug. Ungenügender Abstimmung im Mittelfeld war der fünf Minuten später erfolgte Ausgleich geschuldet. Bevor die Gastgeber einen erneuten, unnötigen Ballverlust in der 33. Minute mit dem 2:1 bestraften, ging es zwischen den Strafräumen recht ausgeglichen zu. Peter Prohaska sicherte zwar den nur knappen Pausenrückstand, doch insgesamt wurde die Führung zu billig aus der Hand gegeben. Mit einem Doppelschlag, unmittelbar nach Wiederbeginn, leiteten die Gastgeber das Debakel der Döberner ein. Im Gegenzug, nach dem 1:4, ließ Robert Waltschew drei Gegenspieler stehen, schoss aber am leeren Kasten vorbei. Christian Struck (63.) und Eric Schwerdtner (64.) hatten ebenfalls Möglichkeiten. Dann wurden aber noch vier Treffer kassiert. Döbern: Prohaska - Schütze - Weigelt (63. Augsburg), Scholz (56. Müller) - Waltschew, Jensch, Schwerdtner (78. O. Richter), Sonntag, Rademacher - Struck, Hentschel.
Kolkwitzer SV - SV Vogelsang 5:2 (4:0). Mit dem Frust der unglücklichen Niederlagenserie im Bauch, gingen die Kolkwitzer aggressiv in die Partie. Mit dem Rückhalt eines sicheren Torhüters - Rene Morling, eigentlich Feldspieler - stand die Abwehr recht sicher und vorn attackierte das Duo Daniel Klose/Jeffrey Glomba permanent. Die schnelle Führung durch Jeffrey Glomba, bereits in der 4. Minute, brachte dem Team zusätzliche Sicherheit. Jens Schirmer erhöhte in der 23. Minute auf 2:0 und die Treffer von Daniel Klose (29./43.) brachten den KSV endgül- tig auf die Siegerstraße. Ungeachtet der „Wiederauferstehung“ der 1896er wurde der Blick für Kritikpunkte im zweiten Spielabschnitt nicht verschlossen. Denn trotz des eigentlich beruhigenden Vor-sprungs begann schon mit dem 1:4 - Vogelsang verkürzte per Foulstrafstoß in der 51. Minute - wieder das große Nervenflattern, das sich insbesondere im teilweise kläglichen Versagen bei der Chancenverwertung zeigte. Nur gut, dass Jeffrey Glomba, mit dem 5:1, nach einer Ecke in der 72. Minute, für die Entscheidung sorgte. Die Gäste konnten lediglich noch auf 2:5 verkürzen. Kolkwitz: Morling - Schrödter - Scholz, Streich - Anderlik, M. Kober (82. Hartlage), St. Raschick, Schopka, Schirmer - Klose (68. Walzuck), Glomba (80. Szonn).
Aufbau Eisenhüttenstadt BSV Cottbus-Ost 2:1 (2:0). Auch beim Tabellennachbarn Eisenhüttenstadt gab es für die Ostler nichts zu holen. Die Hoffnung auf ein kleines Erfolgserlebnis ging insbesondere in der ersten Halbzeit, als der Gegner durch eine Vielzahl von Abspielfehlern stark gemacht wurde, verloren. „Hütte“ war glücklicherweise im Abschluss überfordert, so dass sich das Resultat mit dem 0:2-Pausenstand in Grenzen hielt. Nach dem einige Hochkaräter versiebt wurden, nutzten die Gastgeber einen Flankenball, bei dem sich BSV-Torhüter Dennis Schröter verschätzte, in der 18. Minute zur Führung. Danach hatte der Ost-Schlussmann noch mehrfach Gelegenheit, sich auszuzeichnen, war dann aber beim 0:2 machtlos, als die Gastgeber einen Abpraller freistehend verwerteten. Nach dem Wechsel strafften sich die Sandower, beeindruckten den Gegner mit dem Anschlusstreffer in der 55. Minute. Nach Vorarbeit von Maik Liersch vollendete Christian Schulz. An der Niederlage gab es aber nichts zu rütteln. Cottbus-Ost: Schröter - Smuda - Rössel, Lehnigk - Thies (70. Velten), Mahnhardt, Bischof, Schuchardt, Dajka (81. Bär) - Chr.Schulz, Liersch.