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| 19:54 Uhr

Eingeweiht
Wasser marsch: Erster Bauabschnitt geht in Betrieb

Der dreijährige Max (vorn) und der fünfjährige Tim testen den Wasserspielplatz im Eliaspark schon vor der Einweihung.
Der dreijährige Max (vorn) und der fünfjährige Tim testen den Wasserspielplatz im Eliaspark schon vor der Einweihung. FOTO: LR / Silke Halpick
Cottbus. Bürgerstiftung weiht Spielplatz im Eliaspark ein. 80 000-Euro-Projekt wurde ausschließlich durch Spenden finanziert. Von Silke Halpick

Das offizielle Eröffnungsprozedere ist Tim und Max völlig schnuppe: Die beiden Brüder erobern den neuen Wasserspielplatz im Eliaspark in Cottbus im Sturm, klettern über Felsen und Brücken aus Spritzbeton, öffnen Schleusen und lassen dem Wasser freien Lauf. Der erste Bauabschnitt ist fertig und wurde am Dienstag von der Bürgerstiftung Cottbus und Region eingeweiht. Rund 80 000 Euro ausschließlich aus Spenden sind bisher in das Projekt geflossen.

„Das Schwierigste war, das Geld zusammen zu bekommen“, sagt Jörg Rohde vom Vorstand der Stiftung. Nun steht er mit Jens Brand von der beauftragten Felsenbau-Firma built a rock am Rand der Anlage und sieht zufrieden aus. Der erste Bauabschnitt zeigt den Verlauf der Spree von der Quelle im Oberlausitzer Bergland bis zum Spremberger Stausee.

„Wir haben das Maximale für die Kinder herausgeholt“, betont Brand. Nicht alles konnte wie geplant umgesetzt werden. So mussten die Berge stärker abgeschrägt werden, um den Anforderungen des Tüv und des Fallschutzes gerecht werden zu können. Den Spielspaß erhöhen sollen die viele Brücken zum Hin- und Herlaufen sowie eine Kuhle auf dem Berg, in die Wasser geschöpft werden kann.

Seit rund drei Jahren läuft das  Projekt Wasserspielplatz, das das bisher größte der Bürgerstiftung ist. 250 000 Euro kostet das Gesamtvorhaben, zu dem zwei weitere Bauabschnitte gehören. Der zweite soll den Cottbuser Ostsee und den Spreewald abbilden, der dritte den Spreeverlauf bis nach Berlin. Einen Zeitplan für die Umsetzung gibt es noch nicht. „Wir fangen jetzt wieder ganz von vorn an mit dem Geld einsammeln“, sagt Rohde.

So lange es die Temperaturen zulassen, wird das Wasser innerhalb des ersten Bauabschnittes aber auch im Herbst noch laufen. Selbst ein paar Nachtfröste stellen kein Problem dar, wie Brand erklärt.

„Schade, dass die Eröffnung erst jetzt im Herbst ist“, sagt René Dreiack, der Vater von Tim und Max. Ein Grund für die Verzögerung war die Rekordhitze. Drei Wochen lang mussten deshalb die Arbeiten ruhen, wie Brand erklärt.