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| 15:06 Uhr

Storchenzug
Maiberger Adebar ist wieder als Erster am Ziel

Cottbus. Einige Störche in Cottbus und Umland eingetroffen / Zug ist vor den Karpaten ins Stocken geraten.

Die ersten Störche sind aus ihrem Winterquartier zurück in der Lausitz. Wie schon in den vergangenen Jahren liegt der erste besetzte Horst des Altkreises Cottbus in Maiberg. Das berichtet der Weißstorchbeauftragte Peter Domke. Am 12. März sei das Männchen dort erstmals gesichtet worden. Am  25. März ist das Weibchen eingetroffen. In Dissen wurden zu Wochenbeginn bereits fünf Störche registriert. „Ein sechster hat kurz Station gemacht und ist weitergeflogen“, so Domke. Am 26. März ist auch der erste Storch in Zahsow eingetroffen.

Den Eindruck, dass die Störche in diesem Jahr spät dran sind, teilt der Weißstorchbeauftragte nicht. „Die durchschnittliche Ankunftszeit liegt zwischen dem 25. März und dem 5.April“, so Domke. Allerdings sei der Storchenzug über die Ostroute, die der überwiegende  Teil der Population im Osten Deutschlands nutzt, vor den Karpaten ins Stocken geraten. Schuld ist der kürzliche Kälteeinbruch. „Noch aber ist alles im Limit“, versichert Domke. Alle Störche, die bis Mitte April eintreffen, haben die  Chance, Junge aufzuziehen.

Adebar, der als Frühlingssymbol und  Glücksbringer gilt, wäre ein gutes Jahr zu wünschen.  Denn nicht nur 2017 war ein schlechtes Storchenjahr. „Es war für die Störche in der Lausitz das vierte Störungsjahr in Folge“, resümiert Peter Domke. Während sich die Population im Westen Deutschlands, die auf der weniger strapaziösen Westroute über Spanien zurückfliegt, vergrößert, sei in Mecklenburg ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.

In der Lausitz sei Stagnation bis zu einem leichten Rückgang zu verzeichnen. „Wir hatten vier Störungsjahre in Folge zu verzeichnen“, so Peter Domke. Während im Jahr 2012 im Altkreis Cottbus 60 Horstpaare insgesamt 106 Jungstörche aufgezogen haben, waren es im Jahr darauf nur noch 60 Jungstörche von 45 Paaren. Auch in den Folgejahren gab  es immer wieder Störungen. Ein Grund dafür war große Trockenheit in der Aufzuchtphase, wodurch Nahrung für die Jungen fehlte. Ein anderer extremer Regen, durch den viele Jungtiere ertrunken sind. Im Jahr 2014 zählten die Sachverständigen insgesamt 96 Junge von 59 Paaren, 2015 nur 79 Junge von 57 Paaren und 2016 nur noch 73 Junge von 53 Paaren und 2017 wieder 79 Jungstörche von 50 Horstpaaren.

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