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Ehe für alle
Erstmals heiraten zwei Frauen in Cottbus

Cottbus. Seit 2001 haben 82 Paare ihre Partnerschaft im Standesamt eintragen lassen.

Die erste gleichgeschlechtliche Ehe ist vor zwei Wochen in Cottbus geschlossen worden. Die Anmeldung für zwei weitere Eheschließungen liegt bereits vor. Darüber informiert Stadtsprecher Jan Gloßmann auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Darüber hinaus ist nun das Prozedere klar, wenn zuvor verpartnerte Paare ihre Lebensgemeinschaft in eine Ehe umwandeln lassen wollen.

Seit dem Jahr 2001 haben in Cottbus 82 gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen. Um diese in eine Ehe umzuwandeln, ist zunächst eine Anmeldung im Standesamt notwendig. „Die Eheleute können dann bestimmen, ob sie aus der Umwandlung eine feierliche Zeremonie machen wollen oder einen einfachen Verwaltungsakt im Büro vorziehen“, erklärt Gloßmann. In beiden Fällen müssten die Paare keine zusätzlichen Gebühren zahlen. Trauzeugen seien dafür nicht notwendig.

„Einzig wenn die Eheschließung außerhalb der Öffnungszeiten oder an einem der Alternativstandorte außerhalb des Standesamtes stattfindet, sind die dort üblichen Gebühren zu entrichten“, erklärt Gloßmann. In Cottbus können Ehen im Musikzimmer des Schlosses Branitz, im Kuppelsaal des Staatstheaters, im Parkcafé im Spreeauenpark in der Traditionsstraßenbahn und seit neuestem auch im Planetarium geschlossen werden.

(pk)